Der Konjunkturausblick der Privatbanken Schadet die Zentralbankpolitik den Finanzmärkten?

Die Lage

Ifo-Präsident Clemens Fuest und DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi

Ifo-Präsident Clemens Fuest und DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi sind sich einig: Deutschland steht vor einem schweren Winter. © ifo Institut und DIW

Ifo-Geschäftsklimaindex

„Die deutsche Wirtschaft steht vor einem schweren Winter“, schreibt Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts im Ifo-Geschäftsklimaindex. Die Stimmung bleibe nahezu unverändert düster. Im Vergleich zum September sank der Index im Oktober von 84,4 auf 84,3 Punkte. 

„Die Unternehmen waren mit ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden. Der Ausblick besserte sich hingegen. Trotzdem blicken die Unternehmen sorgenvoll auf die nächsten Monate“, so Fuest.

Während sich der Index im Dienstleistungssektor und im Handel leicht erholte, ging er im Verarbeitenden Gewerbe und Bauhauptgewerbe zurück.

 

 

DIW-Konjunkturbarometer

Deutlicher gesunken ist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Es liegt mit 74,3 Punkten rund fünf Punkte unter dem Septemberwert. 100 Punkte würden ein durchschnittliches Quartalswachstum von 0,3 Prozent anzeigen.

„Deutschland ist in eine Rezession geschlittert. Sofern keine Gasmangellage eintritt, dürfte die Wirtschaft aber deutlich weniger schrumpfen als während der Finanzkrise oder im ersten Jahr der Corona-Pandemie“, sagt DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. „Die Risiken für den weiteren Verlauf bleiben aber erheblich.“

Gegenwind für die deutsche Wirtschaft wehe gleich aus drei Richtungen: der Energiekrise, der hohen Inflationsraten und der abkühlenden Weltwirtschaft.

Seite zwei: Was die Privatbanken beschäftigt

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