Scope-Studie Der Eltif-Markt in Europa ist bereits 7,5 Milliarden Euro schwer

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Zudem behindere die komplexe Abwicklung mit teilweise hohem manuellem Aufwand den Vertrieb im fragmentierten deutschen Bankenmarkt mit zusätzlich vielen unterschiedlichen Fondsplattformen. Eltifs wurden deshalb in Deutschland bislang vor allem in Private-Wealth-Einheiten von Großbanken erfolgreich platziert, die die Abwicklung im eigenen Haus durchführen. Nach Startschwierigkeiten gäbe es in jüngster Vergangenheit allerdings positive Beispiele dafür, dass der Eltif auch abseits der Großbanken in Deutschland ankommt. Sowohl im Vertrieb der Private-Banking-Einheiten als auch bei den Abwicklungsplattformen setzen Lernprozesse ein, so die Analysten von Scope.

EU-Gesetzesnovelle als potenzieller Wachstumstreiber

Als weiterer Wachstumstreiber für den Eltif-Markt könnte sich die aktuell innerhalb der EU diskutierte Gesetzesnovelle erweisen, die die Rahmenbedingungen für das Angebot und den Vertrieb durch weniger Restriktionen verbessern soll. Außerdem wäre die Etablierung eines Sekundärmarkthandels förderlich, da gerade gehobene Privatkunden die Illiquidität der allermeisten Eltif-Produkte teilweise als Hürde empfinden.


Darüber hinaus zeigt die Erfahrung aus Italien, dass insbesondere nationale steuerliche Anreize ein Treiber für das Wachstum des Eltif-Markts sein können. Und die EU dürfte am Erfolg von Eltifs Interesse haben. Diese könnten sich als schlagkräftiges Instrument bei der Umsetzung des europäischen Green Deals erweisen, weil sie Investitionen in Sachwerte und Infrastruktur fördern. Demnach spricht vieles dafür, dass sich die zuletzt beobachtete Dynamik am Eltif-Markt fortsetzen wird.

Basis der Scope-Auswertung ist eine Befragung der Anbieter, die die Ratingagentur von November 2021 bis März 2022 durchgeführt hat. Der Studie liegen Daten für 43 der insgesamt 53 registrierten und vermarkteten Eltifs zugrunde. Angeboten werden diese von 31 verschiedenen Asset Managern. Das Volumen der 43 Eltifs, für die Detaildaten vorliegen, betrug zum Jahresende 2021 7,0 Milliarden Euro. Das Volumen der übrigen zehn Eltifs schätzt Scope auf 200 bis 700 Millionen Euro.

Die vollständige Marktsstudie können Sie hier lesen.