Im Private Banking Diese ESG-Strategien kommen in der Vermögensverwaltung zum Einsatz

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Reinhard Pfingsten, Anlagechef der Bethmann Bank: Die Privatbank arbeitet bei ihrem ESG-Angebot in der privaten Vermögensverwaltung mit einem unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat zusammen. © Bethmann Bank

Wie viele Nachhaltigkeitsstrategien hat ihr Haus in der Vermögensverwaltung im Angebot?

Reinhard Pfingsten: Die Bethmann Bank folgt in der Vermögensverwaltung einem mehrstufigen Investmentprozess und legt dabei strenge Nachhaltigkeitskriterien an. Zudem arbeiten wir mit einem unabhängigen Nachhaltigkeitsbeirat zusammen, der unsere Investments überwacht und auch ein Veto-Recht besitzt. Wir verfügen derzeit über fünf Publikumsfonds mit Nachhaltigkeitsansatz wie den Bethmann Stiftungsfonds und in der Vermögensverwaltung einen globalen sowie einen Euro-Ansatz. Die Bethmann Bank folgt dem Europäischen SRI-Transparenz-Kodex und verfügt über das FNG-Siegel für einzelne Fonds.

Wie unterscheiden sich diese hinsichtlich Ansätzen und den eingesetzten Instrumenten?

Pfingsten: Für alle Investmentprodukte der Bethmann Bank bestehen bereits Ausschlüsse. Alle unsere nachhaltigen Produkte managen wir nach einem Best-In-Class-Ansatz mit zusätzlichen Ausschlüssen und einem Engagement-Prozess.

Seit wann haben Kunden die Möglichkeit, nachhaltige Anlageziele in der Vermögensverwaltung zu verfolgen?

Pfingsten: Wir bieten unseren Kunden seit dem Jahr 2011 eine nachhaltige Vermögensverwaltung und nachhaltige Fonds an.

Über welche Kanäle können Kunden entsprechende Vermögensverwaltungsstrategien abschließen?

Pfingsten: Die Bethmann Bank bietet in ihren bundesweiten Niederlassungen eine umfassende Beratung auf Augenhöhe. Je nach Anforderung des Kunden können Berater dabei Spezialisten aus verschiedenen Disziplinen hinzuziehen. Die Bethmann-Publikumsfonds sind bei allen Vertriebsstellen sowie Online-Banken verfügbar.

Wie hoch ist das Kundenvolumen in den nach ESG-Kriterien gemanagten Strategien?

Pfingsten: Die reinen Nachhaltigkeitsmandate belaufen sich aktuell auf ein Volumen von 3,6 Milliarden Euro.

Welche Pläne verfolgt ihr Haus bei Nachhaltigkeitsstrategien in der Vermögensverwaltung?

Pfingsten: Nachhaltigkeit ist für uns erste Wahl. Dieses Jahr erfolgen zwei Drittel der Nettozuflüsse in nachhaltige Produkte. Dabei ist auch zu beachten, dass wir die grüne Strategie seit zwei Jahren standardmäßig als erstes Angebot mit unseren Kunden besprechen.

Seit wann kommt die Nachfrage nach nachhaltigen Vermögensverwaltungen bei Ihnen ins Rollen?

Pfingsten: Wir verzeichnen etwa seit zwei Jahren ein verstärktes Interesse an einer nachhaltigen Vermögensverwaltung. Nachhaltige Ziele waren jedoch bereits zuvor ein Thema für die Kunden. Dabei ist das Verständnis gewachsen, dass sich Nachhaltigkeit und Rendite nicht ausschließen – eher im Gegenteil.

Blick in den Maschinenraum: Wie gehen Sie bei den ESG-Daten vor? Welche Datenanbieter kommen zum Einsatz? Erheben Sie selbst zusätzlich noch Daten?

Pfingsten: Die Bethmann Bank arbeitet mit dem unabhängigen Research-Haus Sustainalytics als wesentlichem Datenlieferanten zusammen, der mehr als 11.000 Unternehmen, 165 Staaten und 100 Anleihe-Emittenten beurteilt.

ESG-Offices: Was ist Sinn und Zweck? Wie sieht die Zusammenarbeit mit der hausinternen Vermögensverwaltung aus?

Pfingsten: Die Bethmann Bank hat kein ESG-Office.

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