Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung Infrastrukturfonds will jährlich 5,5 Prozent Rendite ausschütten

Headphones
Artikel hören
Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung
Infrastrukturfonds will jährlich 5,5 Prozent Rendite ausschütten
Die Audioversion dieses Artikels wurde künstlich erzeugt.
André Rolff und Kristof Krull (r.) vin HIH Invest Real Estate

André Rolff und Kristof Krull (r.) vin HIH Invest Real Estate: „Die Stromabnahmeverträge haben eine lange Laufzeit und die Nachfrage nach Strom steigt.“ Foto: HIH Invest Real Estate

Die HIH Invest Real Estate (HIH Invest) hat ihr Fondsportfolio um den HIH Green Energy Invest erweitert. Der erste Artikel-9-Fonds des Investmenthauses ist nach luxemburgischem Recht aufgelegt. Die Manager des offenen Spezialfonds haben bereits das erste Objekt erworben. Geplant ist ein Fondsvolumen von 750 Millionen Euro.

Die Manager des Fonds wollen langfristig in Photovoltaik- und Onshore-Windkraft-Projekte investieren. Im Blickpunkt stehen bestehende Anlagen und baureife Projekte, die über alle Genehmigungen zum Bau und Betrieb eines Kraftwerks verfügen. Bis zu zehn Prozent des avisierten Fondsvermögens stehen für Investitionen in Projektentwicklungen zur Verfügung, bei denen noch nicht alle zum Bau und Betrieb benötigten Genehmigungen vorliegen.

Im Blickpunkt stehen dabei Assets im Volumen zwischen 20 und 120 Millionen Euro. Erstrangige Zielländer sind Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. In Frage kommen zudem die Benelux-Staaten, Großbritannien, Irland, Polen, Portugal und die skandinavischen Länder. Die Fondslaufzeit von 30 Jahren korreliert mit der erwarteten Lebensdauer der Anlagen von über 30 Jahren.

Als Ausschüttungsrendite werden durchschnittlich 5,5 Prozent angekündigt. „Möglich wird das nicht zuletzt durch gut kalkulierbare Erträge: Sonneneinstrahlung und Windvorkommen lassen sich verlässlich prognostizieren, die Stromabnahmeverträge haben eine lange Laufzeit und die Nachfrage nach Strom steigt“, erklärt Kristof Krull, Leiter Infrastruktur (Head of Infrastructure) bei der HIH Invest. Das Investmenthaus hat für die Projektakquise ein Team unter Krulls Leitung zusammengestellt. Es bringt Kontakte zu Transaktions-, Asset-Management- und Finanzierungspartnern sowie einen Track Record von über 2,5 Milliarden Euro mit.

 

 

 

„Für die HIH Invest bedeutet der neue Fonds in mehrfacher Hinsicht eine Premiere. Wir verlassen damit erstmals den klassischen Immobiliensektor und betreten eine neue Assetklasse, die einige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zu unserer angestammten Branche aufweist“, kommentiert Alexander Eggert, Geschäftsführer der HIH Invest.

Erster Ankauf: Windpark mit 13,2 Megawatt Leistung in der Loire-Region Frankreichs

Das Infrastruktur-Team hat das erste Investment bereits getätigt. Der im Nordwesten Frankreichs errichtete Windpark „Grande Lande“ besteht aus sechs Anlagen des Herstellers Vestas und verfügt über eine Gesamtleistung von 13,2 Megawatt. Verkäufer ist die französische Tochtergesellschaft der Baywa Konzerns, der das Projekt entwickelt und errichtet hat und auch zukünftig betreiben wird.

„Der Windpark wird attraktive Einspeiseerlöse durch einen staatlich garantierten Einspeisetarif erzeugen, der für einen Betriebszeitraum von 20 Jahren gilt und zudem indexiert ist“, so André Rolff, Leiter Transaktionsmanagement Infrastruktur (Head of Transaction Management Infrastructure) bei der HIH Invest. Nach Auslaufen des staatlich garantierten Einspeisetarifes kann die Stromvermarktung am freien Strommarkt oder über Abschluss eines Stromliefer- und Abnahmevertrages (Power Purchase Agreement, kurz PPA) erfolgen. Eine Flächensicherung erfolgt für bis zu 40 Jahre und somit weit über die Laufzeit des Green Energy Invest hinaus.

Die steuerliche Due Diligence wurde von KPMG durchgeführt. Die rechtliche Due Diligence erfolgte durch die Kanzlei Klein Wenner aus Paris. Für die technische Due Diligence zeichnete Rina Consulting aus Saint Germain en Laye verantwortlich. Die Versicherungs-Due-Diligence wurde von Gossler, Gobert & Wolters Assekuranz-Makler aus Hamburg durchgeführt. Die finanzielle Due Diligence erfolgte durch Dutthileul & Associés aus Paris.