Mindestanlagesumme 30.000 Euro Blackrock legt Private-Equity-Eltif auf

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Mindestanlagesumme 30.000 Euro
Blackrock legt Private-Equity-Eltif auf
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West Lockhart, Leiter Vermögensmanagement im Emea-Raum bei Blackrock Alternatives

West Lockhart, Leiter Vermögensmanagement im Emea-Raum bei Blackrock Alternatives: „Wir gehen davon aus, dass sich der Eltif-Markt in den nächsten Jahren verdreifachen wird.“ Foto: Blackrock

Blackrock Alternatives hat über sein Geschäft mit Private Equity einen European Long-Term Investment Fund (Eltif) aufgelegt. Dieser soll institutionellen Investoren und Privatanlegern in Europa den Zugang zu globalen Investitionsmöglichkeiten im Bereich Private Equity ermöglichen.

Ziel der Verantwortlichen des Eltifs ist der Aufbau eines diversifizierten Portfolios mit 25 bis 30 Co-Investments über einen Investitionszeitraum von zwei Jahren. Die Mindestanlagesumme liegt bei 30.000 Euro. Der Fonds ist als fully funded Lösung aufgelegt, das heißt, die Anleger leisten die gesamte Investitionssumme als Einmalzahlung. Dies soll Vertriebspartnern und Anlegern eine höhere operative Effizienz ermöglichen und zu einer kürzeren Investitionsperiode des Kapitals beitragen, wodurch ein kürzer Investitionszeitraum und ein geringerer "Cash Drag" möglich sein soll.

 

 

 

Die Manager des Fonds verfolgen einen globalen Ansatz und werden in Europa, Nordamerika und Asien in verschiedene Private-Equity-Bereiche wie Buyout, Growth Equity und Venture Capital investieren. „Wir gehen davon aus, dass sich der Eltif-Markt in den nächsten Jahren verdreifachen wird“, sagt West Lockhart, Leiter Vermögensmanagement im Emea-Raum (Head of Wealth EMEA) bei Blacktock Alternatives.

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Blackrock Alternatives verwaltet in seinen beiden bereits bestehenden Eltifs, die sich auf Infrastruktur und Private Equity im weiteren Sinne konzentrieren, fast eine Milliarde Euro Investorengelder.

Über European Long-Term Investment Funds (Eltifs)

Im Jahr 2015 startete die Europäische Union mit dem European Long-Term Investment Funds, kurz: Eltif, ein Fondsvehikel, über das auch Privatanleger ihr Geld abseits der Börse investieren können. Mit den Fonds soll unter anderem mehr Geld für Infrastrukturprojekte mobilisiert werden. Sechs Jahre später zählte der europäische Fondsverband Efama 28 Produkte mit einem Gesamtvolumen von weniger als 2 Milliarden Euro.

Neue Regeln sollen den Produkten Aufwind geben. Im November 2021 hatte die Europäische Kommission ihre Änderungsvorschläge vorgestellt, die nun vom EU-Parlament abgesegnet wurden. Inkrafttreten wird die überarbeitete Eltif-Verordnung voraussichtlich im ersten Quartal 2024.

Hervorstechendste Änderung für Privatanleger: Künftig entfällt die Mindestanlagesumme von 10.000 Euro. Zudem durften Investoren mit einem freien Vermögen von bis zu einer halben Million Euro bislang maximal 10 Prozent davon in Eltifs investieren. Wer ein solches Fondsvehikel kaufen wollte, musste also mindestens über 100.000 Euro verfügen. Auch dieser Vermögens-Check wird mit der Reform gestrichen. Für den Vertrieb von Eltifs sollen dann ähnliche Regeln gelten wie für gewöhnliche Publikumsfonds – Grundlage ist die Verordnung Mifid II.

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