Engere Definition Harvard-Dozentin: „Wir brauchen einen neuen Begriff für Family Offices“

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Harvard-Dozentin: „Wir brauchen einen neuen Begriff für Family Offices“
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Studierende auf dem Campus der Harvard Universität in Cambridge, USA.

Studierende auf dem Campus der Harvard Universität in Cambridge, USA. Foto: imago images/VWPics

Braucht es eine neue Bezeichnung für Family Offices? Dieser Auffassung ist Christina Wing, Dozentin an der Harvard Business School. In einem Webinar mit dem Titel „The Evolution of Family Offices“, das vom Magazin „Family Capital“ und dem Beratungsunternehmen PWC veranstaltet wurde, sagte Wing, die Unbestimmtheit des Begriffs Family Office sorge für Verwirrung und müsse besser definiert werden.

Neuer Begriff für den Investmentteil eines Family Offices

„Wir brauchen einen neuen Namen für den Investmentteil eines Family Office“, erklärte die Wirtschaftswissenschaftlerin. „Wir alle wissen, was Risikokapital, Private Equity und Staatsfonds sind, aber Family Offices können in der einen Minute einen Privatjet buchen und in der nächsten in ein Unternehmen investieren.“

 

 

Wing hat an der US-Universität den Kurs „Entmystifizierung von Familien in der Wirtschaft“ entwickelt, der sich mit Themen rund um Unternehmensführung, Family Offices und Nachfolgeregelungen beschäftigt. „Ein Family Office ist in vielerlei Hinsicht ein weiteres Familienunternehmen“, so Wing. „Es braucht die gleiche Vision, die gleiche Führung und den gleichen Auftrag wie ein Familienunternehmen. Es braucht die gleichen Kriterien wie jedes professionell geführte Unternehmen.“

Neben ihrer Dozentenstelle in Harvard leitet Wing das Familienberatungsunternehmen Wingspan Legacy Partners, das mit Family Offices und Unternehmen zusammenarbeitet. Laut „Family Capital“ leitete sie ebenfalls ein Family Office einer US-amerikanischen Familie.

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