Moonfare-Studie Private Markets sind für Family Offices wichtiger als Aktien

Zieleinlauf beim Pferderennen

Zieleinlauf beim Pferderennen: Private Anlageklassen haben sich laut einer Studie in den Portfolios von Family Offices als wichtigste Assetklasse an die Spitze geschoben. Foto: Imago/Pro Sports Images

Rund 60 Prozent der Family Offices haben ihr Engagement an den Private Markets in den vergangenen zwei Jahren erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die die Private-Equity-Plattform Moonfare gemeinsam mit dem Netzwerk Global Partnership Family Offices (GPFO) unter 55 Vertretern von Family Offices mit einem investierbaren Vermögen von 50 Millionen bis über eine Milliarde US-Dollar durchgeführt hat.

Interesse an Aktien und Anleihen lässt bei Family Offices nach

Im Gegensatz dazu hat das Interesse an öffentlichen Märkten nachgelassen. 56 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihr Engagement in Aktien und festverzinslichen Wertpapieren reduziert haben.

Family Offices haben auch in der Vergangenheit bereits verstärkt in private Märkte investiert. Im aktuellen Umfeld steigender Zinssätze und Inflation nimmt diese Entwicklung jedoch deutlich zu:  In der Moonfare-Umfrage nannten mehr als 80 Prozent der Befragten die hohen, risikobereinigten Renditen und die Möglichkeit, als Investor einen Mehrwert zu schaffen, als „wesentliche Vorteile“ der Anlageklasse.

Durchschnittliche Vermögensallokation von Family Offices
Durchschnittliche Vermögensallokation von 55 Family Offices, die in einer Moonfare-Studie befragt wurden. © Moonfare

Zudem geben mehr als 50 Prozent der Teilnehmer für das kommende Jahr einen positiven Ausblick für Vermögenswerte der Private Markets an, während die Aussicht auf die öffentlichen Märkte schlechter ausfällt. Mehr als 70 Prozent der Family Offices blicken negativ auf die Zukunft von Aktien und festverzinslichen Wertpapiere.

Family Offices wollen Kapitalanlage an neue Vermögensgeneration anpassen

Family Offices sind auch deshalb daran interessiert, ihre Beteiligungen zu diversifizieren, um Anlagestrategien auf die neue Vermögensgenerationen abzustimmen. In einer Studie der Credit Suisse, gaben fast 30 Prozent der Single Family Offices an, dass sie ihre Anlagestrategie „erheblich ändern werden, um sie mit den Werten und der Risikobereitschaft der nächsten Generation in Einklang zu bringen“. Dies deckt sich mit den Ergebnissen der Moonfare-Studie, wonach fast ein Viertel der Family Offices die Erkundung neuer Vermögensklassen als Priorität nennt, wenn es um die Anpassung des Anlageprozesses in naher Zukunft geht.

 

 

Bei Investitionen in Private Equity und Private Debt sehen Family Offices aber noch immer einige Hürden. Dazu gehören vor allem Bedenken hinsichtlich der Liquidität, die von 74 Prozent der Befragten als wesentliches Hindernis genannt wurden.

„Wie alle Vermögensverwalter erleben auch Family Offices eine plötzliche Veränderung der Anlage Landschaft. Sie müssen sich anpassen, um den Bedürfnissen der nächsten Kundengeneration gerecht zu werden“, sagt Steffen Pauls, Geschäftsführer und Gründer von Moonfare. „Mit dem Moonfare Private Investment Office (MPIO) wollen wir unsere wachsende Basis von mehr als 80 Family Offices stärken und unseren Partnern eine dedizierte, vollständig digitale Plattform zur Verfügung stellen, die sie dabei unterstützt, sich an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und ein gut diversifiziertes Private Market Investment Portfolio aufzubauen.“