Henning Gebhardt geht vorerst leer aus Berenberg Bank beruft zwei Geschäftsleiter

Zentrale der Privatbank Berenberg in Hamburg.

Zentrale der Privatbank Berenberg in Hamburg.

Die Berenberg Bank beabsichtigt den Ausbau ihrer Führungsspitze: Christian Kühn und David Mortlock, bislang jeweils Mitglied der erweiterten Geschäftsführung, sollen in den Rang persönlich haftender Gesellschafter aufrücken, berichtet das „Manager-Magazin“. Ein Sprecher erklärte gegenüber dem private banking magazin, es sei beabsichtigt, dass Kühn und Mortlock Geschäftsleiter werden. Einen konkreten Termin oder weitere Details konnte er jedoch noch nicht nennen.

Kühn, Chef aller internen Abläufe, und Mortlock, Co-Leiter der Investmentsparte, sollen dem Bericht zufolge künftig gemeinsam mit Hendrik Riehmer die Berenberg Bank führen. Mit dem Schritt komme die Hamburger Privatbank Forderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (Bafin) nach. Die Finanzaufsicht hätte gern, dass die Bank ihre Führungsspitze auf drei Personen ausbaut.

Bisher besteht die Berenberg-Führung aus den beiden persönlich haftenden Gesellschaftern Hans-Walter Peters und eben Investmentchef Riehmer. Der 64-jährige Peters ist zudem Präsident des Bundesverbands deutscher Banken. Ende 2020 wird er als persönlich haftender Gesellschafter aus der Berenberg Bank ausscheiden.

Über die Aufstellung der Bank nach Peters` Ära sei es in den vergangenen Wochen zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Riehmer und Peters gekommen, berichtet das „Manager-Magazin“ (Premium-Version des Print-Artikel, bezahlpflichtig). Peter soll den Mitgesellschaftern und dem Verwaltungsrat Ende April dieses Jahres den Vorschlag unterbreitet haben, die Bank von einer Kommanditgesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) mit angehängter GmbH umzubauen. Mit ihm persönlich als Aufsichtsratschef erhoffte sich Peters, weiterhin starken Einfluss auf die Bank auszuüben, heißt es.

Riehmer machte demnach den Gegenvorschlag – Kühn und Mortlock zu persönlich haftenden Gesellschaftern zu ernennen –, der nun offenbar zum Erfolg führte und laut Bericht bei den Entscheidern der Bank sowie der Aufsicht mehrheitlich Anklang gefunden haben soll. Henning Gebhard, Leiter des Zentralbereichs Wealth and Asset Management bei der Berenberg Bank – und damit aktuell auf der gleichen Führungsebene wie Kühn und Mortlock – hatte sich dem Bericht des Wirtschaftsmagazins zufolge ebenfalls Hoffnung auf eine Beförderung zum persönlich haftenden Gesellschafter gemacht. Er müsse aber erstmal die Vermögensberatung des Instituts zum Laufen bringen, heißt es.