Rückgabe der Banklizenz spart Millionen ABN Amro gliedert Bethmann Bank ein

Zweigstelle der Bethmann Bank in Düsseldorf

Zweigstelle der Bethmann Bank in Düsseldorf: Die ABN-Amro-Tochter wird in den niederländischen Konzern eingegliedert. Foto: Imago Images / Michael Gstettenbauer

ABN Amro gliedert mit der Bethmann Bank die deutsche Tochter in den Konzern ein. Der Schritt sei für das vierte Quartal dieses Jahres geplant, teilte das niederländische Institut mit. Die Bethmann Bank fungiert dann als Zweigstelle des Konzerns – ohne eigene Banklizenz. Damit spart ABN Amro jedes Jahr einen hohen einstelligen Millionenbetrag, sagte Hans Hanegraaf, Vorstandschef der Bethmann Bank und Deutschland-Chef von ABN Amro der „Börsen-Zeitung“ (Paywall).

Marke, Strategie und operatives Geschäft bleiben von der Verschmelzung unberührt, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Die Eingliederung erleichtere etwa die ganzheitliche Betreuung von Unternehmern aus einer Hand. Die Bereiche Firmenkundengeschäft und Private Banking sollen damit stärker verknüpft werden. Durch den Wegfall der Aktiengesellschaft reduziere sich der Verwaltungsaufwand. Zudem könnten Liquiditäts- und Kapitalkosten eingespart werden, begründet ABN Amro den Schritt.

 

„Die Neuordnung bringt für unsere Kundinnen und Kunden ein erweitertes Leistungsspektrum und ermöglicht ABN Amro, die Wachstumschancen in dem wichtigen deutschen Markt besser wahrzunehmen“, so Vorstandschef Hanegraaf. Die Kunden würden unverändert an 14 Standorten von den gleichen Ansprechpartnern betreut wie bisher.

ABN Amro will alle zum Konzern gehörenden Privatbanken in Nordwesteuropa an die gleiche technologisch-regulatorische Plattform anschließen. Dadurch solle die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Konzern ausgeweitet werden, heißt es. Einen ähnlichen Schritt ging bereits die britische Großbank HSBC.