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Rendite durch medizinische Forschung Wie Anleger den globalen Zugang zu Arzneimitteln ermöglichen

Impfung von Polizisten in São Paulo, Brasilien

Impfung von Polizisten in São Paulo, Brasilien: Die Hälfte der Weltbevölkerung von insgesamt 7,8 Milliarden Menschen hat keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen. Foto: imago images / TheNews2

Die Pandemie hat in Europa zu mehr als 900.000 Todesfällen geführt. Vor diesem düsteren Hintergrund ist der Innovationskraft und Schnelligkeit, mit der die Pharmabranche reagiert und in weniger als einem Jahr nach Beginn der Pandemie bereits vier Produkte auf den Markt gebracht hat, größter Respekt zu zollen. Bislang sind jedoch nur 6 Prozent der Weltbevölkerung geimpft. Die Menschheit ist daher noch weit von dem Ziel entfernt, das im Mai 2020 Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Shinzo Abe, Premierminister von Japan, formuliert haben: Die Impfstoffe gegen Covid-19 sollten ein globales öffentliches Gut sein.

Gesundheitsversorgung nur für jeden zweiten Menschen weltweit

Hintergrund ist das Wissen um die gewaltigen Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit dem Zugang zu Arzneimitteln für Hunderte Millionen von Menschen in den Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen bestehen – die Hälfte der Weltbevölkerung von insgesamt 7,8 Milliarden Menschen hat keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen. Weitere Zahlen: Mehr als 930 Millionen Menschen auf der ganzen Welt geben mehr als 10 Prozent ihres Einkommens für Gesundheitskosten aus und rund 100 Millionen fallen jedes Jahr wegen dieser Ausgaben unter die Armutsgrenze.

Die Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung im Vergleich der OECD-Länder mit den Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen sind groß. Für letztere erfolgt der Zugang zur Gesundheitsversorgung in der Regel über drei Kanäle: Ein privater Versorgungskreislauf mit lokalen Apotheken und Kliniken mit sehr hohen Behandlungskosten. Eine verkümmerte oder nicht existente öffentliche Gesundheitsversorgung und schließlich die Hilfeleistungen von Nichtregierungsorganisationen (NGO) mit eigenen Gesundheitseinrichtungen in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden. Hunderte Millionen Menschen haben darüber hinaus entweder gar keine Krankenversicherung oder nur eine mit einer sehr schlechten Leistungs- und Kostenabdeckung, wodurch der Zugang zu Behandlungen erschwert und kostspielig ist.

Mehr zum für viele Menschen weltweit sehr schwierigen Zugang zu Arzneimitteln, und inwieweit Anleger mit ihren Investments in Pharmaunternehmen Abhilfe schaffen können, lesen Sie hier.