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Gesundheitsaktien „Bewertungen im Healthcare-Sektor sind nicht überzogen"

Rudi Van den Eynde, Portfoliomanager bei Candriam

Rudi Van den Eynde, Portfoliomanager bei Candriam: „Die Gesundheitsbranche reagiert im Gegensatz zu vielen anderen Sektoren kaum auf makroökonomische Risiken und wirtschaftliche Zyklen. Die Integration des Gesundheitswesens in ein Portfolio verbessert dessen Gesamtperformance.“ Foto: Candriam

Herr Van den Eynde, zusätzlich zu Anlagestrategien in den spezifischen Fachbereichen Onkologie und Biotechnologie bietet Candriam ab sofort eine Healthcare-Strategie an. Was hat den Ausschlag für den Launch des Candriam Equities L Life Care Fund am Weltgesundheitstag, dem 7. April, gegeben?

Rudi Van den Eynde: Gesundheit nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert in modernen Gesellschaften ein. Der demografische Wandel und die wirtschaftliche Entwicklung sind zwei starke Treiber für die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen: So werden bis zum Jahr 2040, wenn laut UN-Prognose 9,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben, mehr als 45 Prozent der Menschen in Japan, Spanien oder Italien über 60 Jahre alt sein. Selbst für Schwellenländer wie China beläuft sich dieser Wert auf schätzungsweise 28 Prozent, also 390 Millionen Menschen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet.

Bis 2040 ist es aber noch einige Jahre hin…

Van den Eynde: WHO-Daten zeigen, dass die Gesundheitsausgaben im Verhältnis zum BIP weltweit steigen. In den Vereinigten Staaten beispielsweise haben sich die Gesundheitsausgaben von 5 Prozent des BIP im Jahr 1960 auf zuletzt 18 Prozent erhöht, wie die US-Behörde Centers for Medicare & Medicaid Services errechnet hat.

Das ist beinahe eine Vervierfachung. Abgesehen von den erhöhten Ausgaben: Was spricht noch dafür, jetzt mittels des Candriam Equities L Life Care Fund eine Gesundheitsstrategie ins Portfolio aufzunehmen?

Van den Eynde: Entscheidend für die Performance von Unternehmen in diesem Bereich ist der Erfolg oder Misserfolg der Entwicklung eines Medikaments oder einer Behandlungsmethode, die das Ergebnis jahrelanger Arbeit im Labor ist. Verbesserte wissenschaftliche Instrumente und das bessere Verständnis für die zugrunde liegenden Krankheitsursachen führen zu wichtigen Innovationen sowie wirksameren Medikamenten und Behandlungen. Es gibt viele aktuelle Beispiele: Die Fortschritte im Bereich der bildgebenden Diagnostik machen inzwischen die Erkennung von Karzinomen in einem deutlich früheren Stadium möglich. Und neue, nicht-invasive chirurgische Verfahren mit Roboter-Unterstützung führen zu einer verbesserten Prognose nach der OP.

Innovationen sorgen für wichtige Alleinstellungsmerkmale. Welche weiteren Vorteile der Beimischung des Gesundheitssektors ins Portfolio sehen Sie?

Van den Eynde: Die Gesundheitsbranche reagiert im Gegensatz zu vielen anderen Sektoren kaum auf makroökonomische Risiken und wirtschaftliche Zyklen. Die Integration des Gesundheitswesens in ein Portfolio verbessert dessen Gesamtperformance.

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