In der Geschäftsleitung M.M. Warburg & CO findet Nachfolger für Manuela Better

Markus Bolder wird Geschäftsleiter bei M.M. Warburg & CO: Er folgt Manuela Better.

Markus Bolder wird Geschäftsleiter bei M.M. Warburg & CO: Er folgt auf Manuela Better. Foto: Markus Bolder

Markus Bolder wird Geschäftsleiter von M.M. Warburg & CO. Das gab die Bank in einer Pressemitteilung bekannt. Bolder soll seinen Posten ab 25. Juli antreten und verantwortet und führt künftig den Marktfolgebereich. Burkhard Schwenker, Bevollmächtigter der Hauptgesellschafter der Warburg Bank, attestierte Bolder umfangreiche Vorstandserfahrung und verwies auf die Neuausrichtungen und Anpassungen von Geschäftsprozessen in verschiedenen Finanzinstituten, an denen Bolder beteiligt war.

Zuletzt arbeitete Bolder bis zum Zusammenschluss mit Hauck & Aufhäuser persönlich haftender Gesellschafter beim Bankhaus Lampe und leitete die Segmente Produktion & Risikosteuerung. Bei der fusionierten Hauck Aufhäuser Lampe war Bolder dann aber nicht mehr an Bord. Vor seiner Lampe-Zeit war er unter anderem als Vorstand bei der West LB und bei deren Abwicklungsbank Portigon tätig.

 

Bolder folgt in der Geschäftsleitung auf Manuela Better, über deren Abgang bereits in den vergangenen Tagen und Wochen spekuliert wurde. Better verlässt die Warburg Bank demnach zum 01. August und macht den Platz so für Bolder frei, der wiederum künftig zusammen mit Stephan Schrameier die Geschicke der Bank leiten wird. Schrameier verantwortet in der Geschäftsleitung den Marktbereich.

Neben dem Personalwechsel in der Führungsebene stellte Warburg in der Pressemitteilung auch die Jahreszahlen 2021 vor. Demnach erreichte die Bank einen Jahresüberschuss von 59.000 Euro, ein Jahr zuvor war der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung mit 7,9 Millionen Euro deutlich negativ ausgefallen. Während die Bilanzsumme um 0,9 Milliarden auf 4,3 Milliarden Euro sank, stiegt das verwaltete und administrierte Vermögen im Konzern von 76,2 auf 79,0 Milliarden Euro. Auch der Provisionsüberschuss legte leicht zu.

Schiffsfinanzierungen und Cum-Ex sind „wirtschaftlich erledigt“

Außerdem verwies die Bank darauf, dass die Steuerforderungen aus dem Cum-Ex-Skandal seit 2020 vollständig beglichen worden sind – aus dem Privatvermögen der Gesellschafter. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Reiner Brüggestrat, kommentierte: „Für die Bank sind die in den vergangenen Jahren so bestimmenden Themen Schiffsfinanzierungen und Cum-Ex-Geschäfte wirtschaftlich erledigt und auch die Entflechtung von Eigentum und Management ist erreicht. Wir können uns nun wieder stärker auf Marktaktivitäten konzentrieren.“