Stellenabbau bei der OLB Neelmeyer reduziert Beratungsangebot für vermögenden Kunden

Bankhaus Neelmeyer am Bremer Marktplatz

Bankhaus Neelmeyer am Bremer Marktplatz: Das Gebäude steht Marktgerüchten zufolge zum Verkauf, soll aber weiterhin als Hauptsitz der OLB-Marke dienen. Foto: Imago Images / Eckhard Stengel

Die Oldenburgische Landesbank (OLB) verringert die Anzahl der Arbeitsplätze bis Ende des laufenden Jahres um rund 250 Vollzeitstellen. Darüber haben sich Vorstand und Gesamtbetriebsrat der Bank vergangene Woche verständigt. Gemessen an der Zahl jetziger Vollzeitstellen entspricht der geplante Abbau einer Größenordnung von knapp 15 Prozent, teilt die OLB mit.

Gespräche und Vereinbarungen mit interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen zeitnah folgen. Für den Bereich Private Banking und Wealth Management, den die OLB über die Marke Bankhaus Neelmeyer abdeckt, erwarten Marktkreise ebenfalls ein Rückgang um ungefähr 15 Prozent. Das würde den Wegfall von neun der aktuell rund 60 Vollzeitstellen bedeuten.

In erster Linie will die OLB die 250 Stellen sozialverträglich über ein sogenanntes Freiwilligenprogramm abbauen, bei dem die Bank sich mit Mitarbeitern über eine Abfindung auf die Auflösung der Arbeitsverträge einigt. Weitere Instrumente, um aktuell Stellen einzusparen, umfassen Vorruhestandsregelungen und die Reduzierung der Arbeitszeit, so ein Sprecher der OLB auf Nachfrage der Redaktion.

Laut Insidern lagen früheren Vereinbarungen, die man im Zuge der Fusion mit der Bremer Kreditbank, dem Bankhaus Neelmeyer und der Wüstenrot-Bank getroffen hat, faire Abfindungsangebote zugrunde: letztes Bruttogehalt x Betriebszugehörigkeit x Faktor 1,2.

Verkaufsgerüchte um Bremer Hauptsitz

Am Bremer Wealth-Management-Markt kursieren zudem Gerüchte, dass Neelmeyer bald keine Lombard-Kredite mehr vergeben wird. Nach Informationen des private banking magazin steht die Dienstleistung zumindest auf dem Prüfstand. Das letzte Wort ist hier aber noch nicht gesprochen, möglich ist auch ein Ausbau des Angebots.

So gut wie sicher ist dagegen laut Marktkreisen Neelmeyers Ausstieg aus dem Termingeschäft. Die Gründe liegen wohl in einer geringen Kundennachfrage und zu hohen regulatorischen Kosten. Die OLB teilt auf Anfrage mit, dass die Bank zu Gerüchten grundsätzlich keine Stellung nimmt.

Zu guter Letzt will die OLB gerüchteweise das Neelmeyer-Gebäude am Bremer Marktplatz verkaufen. Es soll anschließend saniert werden und per Sale & -Lease-Back-Vereinbarung wieder Hauptsitz von OLB & Bankhaus Neelmeyer in Bremen werden. Auch zu diesen Gerüchten bezieht die Bank keine Stellung.