Politik und Zentralbanken in der Corona-Pandemie Hilfe kommt rasch und umfassend

Gewitter über der Skyline von Manhattan: Wie groß wird der wirtschaftliche Schaden angesichts der verheerenden Auswirkungen des Virus?im | © imago images / UPI Photo

Gewitter über der Skyline von Manhattan: Wie groß wird der wirtschaftliche Schaden angesichts der verheerenden Auswirkungen des Virus?im Foto: imago images / UPI Photo

Chris Iggo, Chief Investment Officer, Core Investments bei AXA Investment Managers

Die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch das COVID-19-Virus ist für unzählige Menschen in den unterschiedlichsten Staaten real geworden. Besonders schockierend: Die Zahlen aus Italien und Spanien. Regierungen reagieren rasch: Nach Schulschließungen und Massenausfällen von Veranstaltungen folgen die Lockdowns ganzer Länder. Das Leben, wie wir es kannten, dürfte sich verändern – der Schutz der Gesundheit wird zukünftig einen deutlich höheren Stellenwert haben.

Ende April in Europa Besserung in Sicht

Das globale Wirtschaftswachstum hängt weiterhin von der Ausbreitung des Virus und den Auswirkungen der politischen Initiativen ab. Das Problem: Die westeuropäischen Länder sehen noch immer einen Aufwärtstrend bei der Entwicklung der Infektionszahlen.

Rechenmodelle deuten darauf hin, dass der Höhepunkt der Infektionsrate in der letzten Märzwoche oder Anfang April erreicht wird – solange die von der Politik eingeleiteten Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit erfolgreich sind. Die Ausgangssperren scheinen zu funktionieren. Dennoch werden die kommenden Wochen schwierig bleiben. Insbesondere der Blick auf die USA beunruhigt.

Zentralbank als letzte Instanz

Die Weltwirtschaft leidet weiter unter der Corona-Pandemie – die politischen Entscheidungsträger entschließen sich zu massiven Maßnahmen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Die Notenbanken haben Rahmenbedingungen geschaffen, die verhindern sollen, dass die Finanzmärkte noch mehr in Unordnung stürzen. Außerdem bieten die Zentralbanken dem privaten Sektor Kreditgarantien: Den Regierungen wird damit Zeit verschafft, um die nachfrageorientierte Finanzpolitik auszuweiten.

Die zusätzlichen Maßnahmen der EZB belaufen sich auf fast 11 Prozent des BIP der Eurozone. Die meisten Staaten haben fiskalische Anreize in Höhe von 1 bis 3 Prozent ihres jeweiligen BIP angekündigt. Die Zentralbanken könnten am Ende Bilanzen vorweisen, die zwischen 25 Prozent und sogar über 100 Prozent des BIP ihrer jeweiligen Länder liegen. Keine Frage: Die Ausweitung der Geldpolitik der Zentralbanken dürfte sich auf die Finanzmärkte auswirken. Die Bank of England hat beispielsweise weitere quantitative Lockerungen in Höhe von 200 Milliarden Pfund angekündigt.

US-Hochzinsanleihen

Für Anleger könnten sich zu gegebener Zeit interessante Möglichkeiten auf den Märkten ergeben – vor allem auf dem US-High-Yield-Markt. Seit Jahresbeginn liegt die Gesamtrendite des Hochzinsindex bisher bei -18,3 Prozent. Zum Vergleich: Im Zuge der Finanzkrise im Jahr 2008 erlitt der Index einen Verlust von 34 Prozent. Derzeit liegt der Spread bei rund 1.000 Basispunkten. Ende 2008 erreichte dieser Spread mit 2.147 einen Höchststand.

Die schlechte Nachricht ist also, dass es bei Gesamtrenditen und Spread-Bewegungen noch schlimmer werden könnte. Die gute Nachricht ist, dass die Politik viel schneller reagiert hat als 2008 und der wirtschaftliche Schock kurzlebiger sein könnte.

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