Kapitalanlagen nun über 60 Milliarden Euro Versicherungskammer Bayern stellt Bestmarke auf

Frank Walthes ist Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern. | © VKB

Frank Walthes ist Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern. Foto: VKB

Die Versicherungskammer Bayern (VKB) blickt auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2018 zurück. Nach Angaben von Vorstandschef Frank Walthes steigerte die in der Sparkassen-Finanzgruppe eingebettete Versicherungsgesellschaft ihre Beitragseinnahmen in dem Zwölfmonatszeitraum um 2,6 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro.

Die Lebensversicherung ist das wichtigste Standbein der Versicherungsgesellschaft aus München. In dem Segment stiegen die gebuchten Beiträge um 1,8 Prozent auf 3,07 Milliarden Euro. Die VKB führt das Wachstum auf die Schwankungen an den Kapitalmärkten zurück und argumentiert, dass die Kunden gerade in Zeiten hoher Volatilität der Lebensversicherung besonders vertrauten.

Öffentliche-Private-Partnerschaften auf der Agenda

Im Jahresvergleich konnte der Versicherungskonzern seine Kapitalanlagen weiter steigern. Die Assets wuchsen um 3,9 Prozent auf 53,2 Milliarden Euro. Inklusive Drittgeschäft verwaltet der Konzern nun erstmals mehr als 60 Milliarden Euro.

Beim Nettoergebnis aus Kapitalanlagen mussten die Münchner mit 1,46 Milliarden Euro allerdings einen Rückgang hinnehmen. Vor Jahresfrist verbuchte die VKB über alle Segmente hinweg noch ein Ergebnis von 1,88 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 3,8 auf 2,8 Prozent. 

Aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus hat die Asset-Klasse Infrastruktur, inklusiver erneuerbarer Energien, in der Kapitalanlage des Konzerns Versicherungskammer weiter an Bedeutung gewonnen, erläutert Isabella Pfaller, Finanzvorstand des Konzerns Versicherungskammer. Dort könnten relativ hohe Renditen erzielt werden.

2018 hat die VKB drei Projekte im Bereich öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) in Deutschland gewonnen, die nach Unternehmensangaben der Verbesserung der Infrastruktur sowie dem Vorankommen bei der Energiewende dienen. Gleichzeitig richtet das Unternehmen seine Anlagen nachhaltig aus, ohne die Performance außer Acht zu lassen, wie es in München heißt. 

Bei der Produktgestaltung bevorzugt die Versicherungskammer Produkte, die die eigene Solvenz schonen. 2018 lag der Anteil „moderner und solvenzschonender Produkte“ am vertrieblichen Neugeschäft erstmals über 80 Prozent, so die VKB. Mit Blick auf das Wachstum sogenannter Run-off-Plattformen, die Versicherungsbestände anderer Unternehmen übernehmen und so den Markt konsolidieren, teilt die VKB mit, dass das Einstellen des Neugeschäfts und die anschließende Abwicklung des Policenbestand via Run-off kein Thema sei.