Direktanlage in Frankfurt am Main Versorgungswerk kauft Wohnungspaket

Bankenviertel von Frankfurt am Main: Die Bayerische Ärzteversorgung kauft 250 Mietwohnungen im zentral gelegenen Stadtteil Bockenheim.  | © imago images / Westend61

Bankenviertel von Frankfurt am Main: Die Bayerische Ärzteversorgung kauft 250 Mietwohnungen im zentral gelegenen Stadtteil Bockenheim. Foto: imago images / Westend61

In Frankfurt am Main mangelt es – wie in vielen anderen deutschen Ballungszentren auch – an Wohnraum. Gleichzeitig investieren Großanleger wie Versicherungen und Versorgungswerke in den Bau neuer Wohnungen. Auch die Bayerische Versorgungskammer (BVK) ist auf der Käuferseite unterwegs. Im Auftrag der von ihr verwalteten Bayerischen Ärzteversorgung hat die größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands nun in der Mainmetropole rund 250 geplante Mietwohnungen gekauft.

Das Versorgungswerk wird die Wohnungen in ihr bereits bestehendes Immobilienportfolio einbringen und sie voraussichtlich langfristig vermieten. Mit den Mieteinahmen finanziert die Bayerische Ärzteversorgung den Ruhestand von Medizinern, die über dieses Versorgungswerk für die Rente sparen. 

Siemens macht Rückzieher 

Verkäufer des Immobilienpakets ist der Projektentwickler Instone Real Estate (Instone). Die Behausungen gehören zum Baufeld „Core Living“, das bis 2023 entstehen soll. Sie sind Teil der Quartiersentwicklung Schönhof-Viertel im Frankfurter Stadtteil Bockenheim.

Auf dem Grundstück in zentraler Lage wollte der Siemens-Konzern eigentlich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts ein Wohngebiet errichten, distanzierte sich später aber von der geplanten „Siemensstadt“ und verkaufte das 125.000 Quadratmeter große Grundstück 2015 an den Wohnungsvermieter Nassauische Heimstätte Wohnstadt und Instone Real Estate. Die beiden Partner wollen auf dem Grundstück über 2.000 Wohnungen sowie fünf Kindertagesstätten errichten. 

Das an die BVK verkaufte Grundstück ist zirka 7.000 Quadratmeter groß und liegt nach Angaben von Instone im Zentrum des Schönhof-Viertels und bietet Platz für rund 18.500 Quadratmeter Mietfläche. Angaben zum Kaufpreise machte Instone nicht. Die Parteien hätten in diesem Punkt Stillschweigen vereinbart. 

Christoph Geirhos verantwortet bei der BVK die Immobilieninvestments. Seiner Einschätzung nach erfährt das Immobilienportfolio der BVK durch den jüngsten Zukauf „eine perfekte Ergänzung. Die starke Wohnungsnachfrage und die Lage des Schönhof-Viertels im Herzen Frankfurts sowie das gut durchdachte Gesamtkonzept haben uns überzeugt“, kommentiert Geirhos und betont, dass sich die BVK diesen Teil der Quartiersentwicklung frühzeitig gesichert habe. BVK und Instone haben bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Schon 2018 erwarb die BVK von Instone rund 500 Wohnungen für die Direktanlage.