Investmentchefin kommt von Goldman Sachs „Herr der Ringe“-Filmproduzent gründet eigenes Family Office

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Investmentchefin kommt von Goldman Sachs
„Herr der Ringe“-Filmproduzent gründet eigenes Family Office
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Robert Shaye als Regisseur während der Dreharbeiten zum Film Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft in 2007

Robert Shaye als Regisseur während der Dreharbeiten zum Film „Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft“ in 2007: Der US-Amerikaner produzierte die berühmten „Herr der Ringe“-Filme. Foto: imago images/Cinema Publishers Collection

Robert „Bob“ Shaye ist zu verdanken, dass es die „Herr der Ringe“-Trilogie auf die Kinoleinwände geschafft hat. Der US-amerikanische Filmproduzent war es, der 1998 Regisseur Peter Jackson die Zusage gab, den Fantasy-Epos mit seinem Label New Line Cinema als Dreiteiler zu produzieren. Bei anderen Studios war Jackson mit diesem Vorhaben zuvor abgeblitzt.

Es war eine Entscheidung, die sich für Shaye auszahlte – auch in finanzieller Hinsicht. Die Filmreihe spielte an den Kinokassen fast drei Milliarden Dollar ein, in der ersten Hälfte der 2000er-Jahre war New Line Cinema das profitabelste Studio in Hollywood. 2008 ging es in Warner Bros. auf. Shaye verdiente mit dem Label ein Vermögen.

Investmentchefin kommt von Goldman Sachs

Um das zu verwalten, hat Shaye nun ein eigenes Family Office gegründet: „Lemoko Investments“ lautet der Name, der auf einen französischen Film von 1937 zurückgeht. Das berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg. Als Investmentchefin hat der Filmmogul mit Erin Riley eine ehemalige Mitarbeiterin der Goldman Sachs Gruppe an Bord des in Los Angeles ansässigen Unternehmens geholt, das im September registriert wurde.

 

 

Riley kam zu Lemoko, nachdem sie mehr als ein Jahrzehnt für Goldman Sachs tätig war. Bei der Bank spezialisierte sie sich auf das Research von Tech-Aktien und wechselte später in ein Team, das sich um Family Offices und vermögende Privatpersonen kümmerte, heißt es in einem Podcast von Goldman Sachs aus dem Jahr 2020, in dem sie vorgestellt wurde.

Shaye verließ New Line Cinema im Jahr 2008 und gründete mit Unique Features ein eigenes Filmstudio. Sein Vermögen habe er laut Bloomberg in den vergangenen Jahren teilweise Immobilien, Kunst und Risikokapital umgeschichtet. Mithilfe von Goldman Sachs erwarb er im vergangenen Jahr eine Beteiligung an Brat TV, einem digitalen Studio, das sich auf die Produktion von Drehbuchserien für das Publikum der Generation Z spezialisiert hat.