Drittes Quartal Die bisher schwächsten Monate am deutschen Spezialfondsmarkt im Jahr 2021

Allianz in der größte Versicherer Deutschlands

Allianz in der größte Versicherer Deutschlands: Die Zuflüsse an Versicherungs-Spezialfonds fielen im dritten Quartal 2021 vergleichsweise gering aus. Foto: Imago Images / Stpp

Die Geldzuflüsse am deutschen Spezialfondsmarkt sind im dritten Quartal nicht so stark wie in den Vorquartalen. Das zeigt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Kommalpha. Sowohl das Nettomittelaufkommen als auch Zuflüsse an frischer Liquidität haben abgenommen. Auf das ganze Jahr bezogen ist die Entwicklung jedoch stabil.

Im dritten Quartal sank das Nettomittelaufkommen von knapp 8 Milliarden Euro im Juli, zu 4,4 Milliarden Euro im August, auf 2,7 Milliarden Euro im September, was insgesamt 14,9 Milliarden Euro macht. Dieser Wert liegt deutlich unter dem des zweiten Quartals (21,4 Milliarden Euro).

Die Mittelzuflüsse an frischem Geld nahmen im dritten Quartal ebenfalls ab und beliefen sich auf 38,5 Milliarden Euro. Was nur der Hälfte des Vorquartals entspricht.

Das Nettomittelaufkommen des dritten Quartals wurde vor allem von Altersvorsorgeeinrichtungen beherrscht, diese hatten 4,1 Milliarden Euro netto in Spezialfonds inne. Nicht finanzielle Kapitalgesellschaften sammelten im dritten Quartal insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Danach folgten die Kreditinstitute mit 2,4 Milliarden Euro. Versicherungen kamen dagegen lediglich auf 1,9 Milliarden Euro.

Dieser vergleichsweise niedrige Wert für Versicherungs-Spezialfonds kann man als regelrechten Einbruch bezeichnen. Die Netto-Gedlzuflüsse betrugen 3,1 Milliarden Euro Ende September, womit sie 11,6 Milliarden Euro unter dem Wert von 2020 liegen.

Trotz des schwachen dritten Quartals bleibt 2021 in Bezug auf das Nettomittelaufkommen ein gutes Jahr. Dieses liegt mit 60,2 Milliarden Euro Ende September 2021 über dem Niveau von 2020. Die Mittelzuflüsse im Sinne von frischem Geld betrugen Ende September 172,2 Milliarden Euro und liegen rund 41 Milliarden Euro unter dem Wert von 2020.