Castell Insight Fürstlich Castell‘sche Bank startet digitale Vermögensverwaltung

Sebastian Klein ist Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank. Mit der digitalen Vermögensverwaltung Castell Insight will das Institut eine neue Zielgruppe erschließen. | © Fürstlich Castell’sche Bank

Sebastian Klein ist Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank. Mit der digitalen Vermögensverwaltung Castell Insight will das Institut eine neue Zielgruppe erschließen. Foto: Fürstlich Castell’sche Bank

Ein neuer Robo Advisor am Markt kommt ab Juni 2018 von der Fürstlich Castell’schen Bank: Mit Castell Insight bietet das fränkische Institut eine digitale Vermögensverwaltung ab einer Einstiegssumme von 25.000 Euro. Unterstützt wurde die Castell-Bank dabei vom Berliner Fintech Elinvar, das bei einem vergleichbaren Angebot bereits die Hamburger Warburg-Bank beraten hat.

Die Gebühr beim neuen digitalen Angebot wird betragsabhängig vom verwalteten Vermögen des Kunden pro Jahr berechnet: Ab einem verwalteten Vermögen von 25.000 Euro beträgt sie 1,5 Prozent, ab 75.000 Euro sind es 1,3 Prozent und ab 150.000 Euro werden noch 1,1 Prozent fällig. Der Betrag werde abzüglich der Kosten der Depotbank – für Ausführung der Anlageentscheidungen – erhoben.

Auf einen Schlag könne die Castell-Bank mit dem Angebot in ein bundesweites Vertriebsgebiet vorstoßen, heißt es. Vorrangig hat das Institut digital-affine junge Menschen – die sogenannte Millennials – und Kunden mit regionaler Verwurzelung im Blick. Bei Letzteren handelt es sich etwa um die Nachfahren langjähriger Kunden vor Ort. Der Nachwuchs hat die heimische Region zwar verlassen, soll aber über das digitale Angebot ans Institut gebunden werden.

Die Strategien hinter Castell Insight sind identisch mit den bewährten Strategien, die das konservative Haus bereits seit Jahren in der depotgestützten und fondsgebundenen Vermögensverwaltung anbietet, wie die Fürstlich Castell’schen Bank auf Nachfrage mitteilt. Bei Anmeldung müsse der Nutzer 29 Fragen beantworten und erhält nach Abschluss des Prozesses genau eine Anlagestrategie. Zum Einsatz sollen generell börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) kommen. Da wo es sinnvoll erscheint, werden auch aktive Fonds eingesetzt.