Verbriefte Versicherungsrisiken Schroders übernimmt ILS-Spezialisten Sequaero

Aufräumen nach dem Unwetter: An einem Stand in Florida wirbt ein Handwerker um Kunden.  | © Getty Images

Aufräumen nach dem Unwetter: An einem Stand in Florida wirbt ein Handwerker um Kunden. Foto: Getty Images

Anlagen, die Investoren das Halten von Versicherungsrisiken mit einer Prämie entschädigen – sogenannte Insurance-linked Strategien (ILS) –, erfreuen sich bei institutionellen Anlegern seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Der in London beheimatete Asset Manager Schroders hat den Trend früh erkannt und sich 2013 beim Schweizer ILS-Beratungshaus Secquaero eingekauft, zunächst 30 Prozent, später dann 50,1 Prozent der Firmenanteile gesichert. Inzwischen gehört Sequaero, deren Kernkompetenz in der Rückversicherung und der Verbriefung von Versicherungsrisiken liegt, vollständig zu Schroders.

Nach der Übernahme soll Secquaero nun in den Private-Assets-Bereich von Schroders integriert werden. Unter der Leitung von Dirk Lohmann und mit Sitz in Zürich wird das zusammengeschlossene Team, das ILS-bezogene Strategien verwaltet, innerhalb von Schroder Investment Management (Switzerland) unter dem Namen Schroder Secquaero tätig sein. Bereits seit 2013 ist Secquaero als Berater von Schroders für ILS-Anlagestrategien tätig. Schroders’ Ziel sei es, einer der führenden institutionellen Anbieter von ILS-Anlagestrategien zu sein. 

Erdbeben und Wirbelstürme

Mit Hilfe von Insurance-linked Strategien übertragen Erst- oder Rückversicherer Risiken aus ihrer Bilanz an den Kapitalmarkt. Damit werden zwei Bedürfnisse befriedigt, einerseits jenes der (Rück-) Versicherungsindustrie, die nicht die gesamte nachgefragte Versicherungsdeckung stemmen kann beziehungsweise will. Dies gilt insbesondere für systemische Naturrisiken wie Erdbeben und Wirbelstürme. Andererseits erhält der Investor einen Zugang zu einer alternativen Anlageklasse.