Globale Umfrage unter Institutionellen Digitalierungsgrad von Unternehmenn rückt in den Fokus

Die Börse in Frankfurt

Die Börse in Frankfurt: Institutionelle Anleger befürchten Kursschwankungen Foto: Imago Images / Patrick Scheiber

85 Prozent der 110 befragten globalen institutionellen Investoren erwarten, dass sich die Märkte für nicht-börsennotierte Anlageformen (Private Markets) langfristig besser entwickeln werden, als die öffentlich zugänglichen Märkte (Public Markets). Das ergab eine Studie des Analysten The Economist Group in Zusammenarbeit mit der Anlagefirma Adams Street Partners. 80 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, dass Private Markets weniger anfällig für Kursschwankungen (Volatilität) sind.

Die Studie ergab zudem, dass 86 Prozent der institutionellen Investoren glauben, dass die weitere Ausbreitung von Covid-19, sowie Probleme bei der Verteilung von Impfstoffen im Jahr 2021 noch einen großen Einfluss auf die Anlagestrategien in Private Markets haben werden.

Nur 13 Prozent gehen davon aus, dass ihre Portfolios nur minimal betroffen sein werden.Die Pandemie ist aber nicht die einzige Sorge der Investoren. Eine  Mehrheit sieht das geopolitische Risiko als kritischen Faktor bei der Bewertung von Chancen in Private Markets.

Die Studienergebnisse basieren auf Interviews und Umfragedaten, die von 110 institutionellen Private-Markets-Investoren, darunter Pensionsfonds und Investmentmanager in Asien, Europa und Nordamerika, erhoben wurden. Jeff Diehl, Finanzchef bei Adams Street, sagte: „Die Verhaltensänderungen, die wir während der Covid-19-Pandemie gesehen haben, haben einen nachhaltigen Einfluss auf Investoren in den Private Markets und beschleunigen strukturelle Veränderungen, die bereits im Gange waren. Wir glauben, dass die privaten Märkte gut positioniert sind, um eine treibende Kraft für langfristige Innovationen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum in der Weltwirtschaft zu sein.“

Weitere Erkenntnisse aus der Studie sind: 

  • De-Globalisierung als Risiko: 82 Prozent der Investoren gaben an, dass die Zunahme von globalisierungsfeindlichen Maßnahmen wie Handelsbarrieren und Zöllen ein zentrales Risiko für die Private Markets darstellt.
  • Digitalisierung ist Entscheidungskriterium: 89 Prozent der Befragten betrachten den Digitalisierungsgrad eines Unternehmens als wichtigen Faktor bei der Entscheidung über eine Investition.
  • Nachhaltigkeit als Renditebringer: 85 Prozent der Befragten glauben, dass die Rendite eines Investments durch die Einbeziehung von ESG-Faktoren in den Entscheidungsprozess gesteigert werden kann.
  • Anlagechancen in Asien: 42 Prozent der befragten Investoren erwarten, dass der asiatisch-pazifische Raum in diesem Jahr die besten Chancen an den Privatmärkten bietet, dicht gefolgt von Nordamerika.
  • Trends aus der Pandemie bleiben stark: Bereiche, die während der Pandemie erfolgreich waren, werden auch 2021 von den Anlegern bevorzugt. Finanzdienstleistungen, Technologie, Gesundheitswesen und Telekommunikation erhielten von den Befragten gute Noten.