Neuer Aktienfonds für Institutionelle Apo Asset kooperiert mit Bellevue

Ein Laborarbeiter bei der Arbeit: Mit dem neuen Fonds können institutionelle Anleger in Klinikbetreiber und Biotechnologie-Unternehmen in den Schwellenländern investieren.  | © Getty Images

Ein Laborarbeiter bei der Arbeit: Mit dem neuen Fonds können institutionelle Anleger in Klinikbetreiber und Biotechnologie-Unternehmen in den Schwellenländern investieren. Foto: Getty Images

Die von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) und der Deutschen Ärzteversicherung getragene Fondsgesellschaft Apo Asset hat einen neuen Aktienfonds aufgelegt. Zielgruppe des Fonds mit dem Namen Apo Emerging Health (ISIN: LU2038869009) sind institutionelle Anleger.

Der Investmentfonds nach Luxemburgischen Recht ist nach Angaben von Apo Asset einer der ersten globalen Schwellenländer-Fonds mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Das Anlageuniversum erstreckt sich über Unternehmen in den Schwellenländern Asiens, Afrikas, dem Nahen Osten, in Südamerika und Osteuropa. Apo Asset arbeitet erstmals mit Bellevue Asset Management aus der Schweiz zusammen. Beide treten als Fondsmanager auf. Die Eidgenossen sollen Expertise für den asiatischen Gesundheitsmarkt einbringen.

Nach Angaben von Apo Asset entwickelt sich der globale Megatrend Gesundheit in Schwellenländern besonders dynamisch. Zugleich ist der Gesundheitsmarkt nach Einschätzung von Volker Mauß, Bereichsleiter für institutionelle Anleger bei der Apobank, weniger konjunkturabhängig als viele andere Branchen.

Den Angaben zufolge lebt heute bereits deutlich mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Schwellenländern, die Tendenz sei stark steigend. Mit der wachsenden Mittelschicht steige auch die Nachfrage nach moderner Medizin, argumentiert Apo Asset. China werde zum größten Gesundheitsmarkt der Welt. 

Die Fondsmanager suchen nach Unternehmen, die vom Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur und -systeme besonders profitieren. Dazu gehören regionale Firmen aus allen Gesundheitsbereichen, von der Biotechnologie über sogenannte Nachahmerpräparate (Generika) und Digital Health bis hin zu Klinikketten, Laborkonzernen oder Medizin-Robotik. In Frage kämen etwa 25 Länder, darunter China, Indien, Brasilien, Südafrika, Saudi-Arabien und Israel.

Laut Apo Asset haben deutsche Versorgungswerke als erste Investoren bereits über 30 Millionen Euro in den neuen Fonds investiert. Das in Deutschland und Luxemburg zum Vertrieb zugelassene Anlagevehikel steht auch Vermögensverwaltern, Family Offices, Versicherungen und Pensionskassen offen. Anleger müssen mindestens 10.000 Euro investieren. Apoasset will den Fonds, dessen Erträge an die Anleger ausgeschüttet werden, statt sie intern anzusammeln, auch in Österreich auf den Markt bringen.

Auf die Anleger kommen nennenswerte Kosten zu. Vorgesehen ist ein Ausgabeaufschlag von einem Prozent. Derzeit verzichtet der Anbieter darauf, erhebt allerdings jährliche Verwaltungsgebühren von 0,92 Prozent. Die Verwahrstellenvergütung wird mit 6 Basispunkten angegeben. Die erwarteten laufenden Kosten beziffert Apoasset mit 1,30 Prozent pro Jahr. Kapitalverwaltungsgesellschaft des neuen Fonds ist Hauck & Aufhäuser Fund Services (Luxemburg).