Vorbild Berliner Ärzteversorgung Ärztekammer will klimafreundlicher sein

Eingang zum Virchow-Campus der Charité in Berlin: Die Medizinzer in der Bundeshauptstadt engagieren sich für Nachhaltigkeit.  | © Getty Images

Eingang zum Virchow-Campus der Charité in Berlin: Die Medizinzer in der Bundeshauptstadt engagieren sich für Nachhaltigkeit. Foto: Getty Images

Die Ärztekammer Berlin will einen Beitrag zur Reduzierung des von Menschen gemachten Klimawandels leisten. Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer hat in ihrer Sitzung am 18. September 2019 einstimmig eine erste Resolution zum Klimaschutz beschlossen. 

Die berufsständische Organisation, die die Belange von rund 31.300 Ärzten vertritt, will künftig in ihrer Gremienarbeit komplett auf Papier verzichten. Außerdem drängen die Delegierten darauf, dass der aktuelle Energieverbrauch der Ärztekammer analysiert und optimiert wird. Und während die Ärztekammer nur noch erneuerbare Energien nutzen soll, müssten die Mediziner häufiger auf klimafreundliche Verkehrsmittel umsteigen.

Erfahrungen mit nachhaltigem Investieren und Handeln haben die Mediziner in der Bundeshauptstadt seit 2006. In dem Jahr hat die Berliner Ärzteversorgung das Ziel der Nachhaltigkeit eingeführt, um damit ihre Geldanlagen noch besser zu überwachen. In Anlehnung an ihr berufsständisches Versorgungswerk will nun auch die Ärztekammer selbst kurzfristig Maßnahmen ergreifen, um die eigene Arbeit klimafreundlicher zu gestalten. 

Gleichzeitig setzen sich die Delegierten für eine Ausweitung von Klimaschutzmaßnahmen in Berliner Kliniken und Praxen ein. Ziel müssten klimaneutrale medizinische Einrichtungen des Gesundheitswesens sein. Der Klimawandel sei kein theoretischer Prozess, sondern ein ganz handfestes, dringliches und wissenschaftlich erwiesenes Problem der Gegenwart. Die Zeit für Lösungen und zum Handeln sei gekommen.