Hexal-Gründer Strüngmann-Brüder beteiligen sich an Biotech-Unternehmen

Der Hauptsitz der früheren Hexal, jetzt Teil des Sandoz-Konzerns der Novartis-Gruppe, in Holzkirchen bei München: Mit dem Verkauf des Pharma-Unternehmens 2005 begründeten die Strüngmann-Brüder ihren Reichtum. | © Von Hexal AG - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30302459

Der Hauptsitz der früheren Hexal, jetzt Teil des Sandoz-Konzerns der Novartis-Gruppe, in Holzkirchen bei München: Mit dem Verkauf des Pharma-Unternehmens 2005 begründeten die Strüngmann-Brüder ihren Reichtum. Foto: Von Hexal AG - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30302459

Biontech, ein vollständig integriertes Biotechnologie-Unternehmen auf dem Gebiet der individualisierten Krebs-Immuntherapie, hat eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von 270 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Mit dabei ist unter anderem das Strüngmann Family Office. Über die Beteiligungsgesellschaft Athos Services stellten die Strüngmann-Brüder Thomas und Andreas, Gründer des Pharmaunternehmens Hexal, demnach in der aktuellen Runde 60 Millionen Euro bereit. Sie bleiben damit weiterhin Mehrheitsbeteiligte von Biontech.

Die Finanzierungsrunde wurde zudem von der Redmile Group als Hauptinvestor  getragen sowie von Janus Henderson Investors, Invus, Fidelity Management & Research Company und mehreren europäischen Family Offices. Zuletzt hatte Biontech 2008 im Jahr der Gründung eine Erstfinanzierung von mehr als 150 Millionen Euro erhalten.

Das Mainzer Unternehmen werde das eingeworbene Kapital dafür einsetzen, seine klinische Pipeline an individualisierten Immuntherapien weiterzuentwickeln. „Unsere Investoren teilen unsere unermüdliche Leidenschaft, die Behandlung von Krebs und anderen Krankheiten durch präzise, individuelle Immuntherapien zu verändern“, so Ugur Sahin, Gründer und Chef von Biontech.

Die Finanzierungsrunde ist die mit Abstand größte für ein deutsches Biotechnologie-Unternehmen, so das Life-Science-Magazin Transkript. Mit einer geschätzten Bewertung von 2 bis 2,5 Milliarden Euro liege das Biotech-Einhorn im Bereich der börsennotierten Unternehmen Evotec und Morphosys.