Mit weiteren Kreditfonds Berenberg und Universal-Investment wollen Finanzierungslücke schließen

Ansicht der Festung Luxemburg mit der Stadt Luxemburg im Hintergrund: Die Privatbank Berenberg und Universal-Investment bereiten zwei neue geschlossene Kreditfonds im Großherzogtum Luxemburg vor | © imago images / Horst Galuschka

Ansicht der Festung Luxemburg mit der Stadt Luxemburg im Hintergrund: Die Privatbank Berenberg und Universal-Investment bereiten zwei neue geschlossene Kreditfonds im Großherzogtum Luxemburg vor Foto: imago images / Horst Galuschka

Die Privatbank Berenberg und Universal-Investment bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich alternativer Investments aus. Die beiden Partner bereiten derzeit zwei neue geschlossene Kreditfonds in Luxemburg vor, erläutert Berenberg in einer Mitteilung. Zielgruppe der Kreditfonds, die auf einer Plattform von Universal-Investment aufgestellt werden, sind professionelle Anleger. Lars Hagemann und Henning Tietjen verantworten die Fonds auf Seite Berenbergs.

Über die Fonds in der juristischen Hülle von Investmentgesellschaften mit variablem Grundkapital (société d'investissement à capital variable, Sicav) sollen Direktkredite für Unternehmens- beziehungsweise erstrangig besicherte Schiffsfinanzierungen vergeben werden. Damit wachse die Palette der von Berenberg und Universal-Investment aufgelegten Kreditfonds auf neun Teilfonds in vier Sicav-Strukturen. Zusammen sollen die Fonds 2,75 Milliarden Euro anlegen.

Unter den bereits aufgelegten Teilfonds befinden sich auch Strategien, über die Kredite für Schiffsfinanzierungen vergeben werden. Die von Philipp Wünschmann und Frank Aschenbrenner gemanagten Fonds sollen in den nächsten Monaten um einen weiteren Fonds für Schiffskredite ergänzt werden. An der Strategie soll sich dabei aber nichts ändern. „Nach dem Rückzug vieler schiffsfinanzierender Banken ist hier eine Finanzierungslücke entstanden, die der Fonds mit der langjährigen Erfahrung und dem Netzwerk von Berenberg in diesem Spezialsegment adressiert“, kommentiert Wünschmann und ergänzt: „Durch die erstrangige Besicherung und geringe Beleihungsausläufe weisen die Schiffshypothekendarlehen ebenfalls ein für Hypothekendarlehen dieser Anlageklasse konservatives Risikoprofil bei gleichzeitig überdurchschnittlichen Kreditmargen auf.“

Institutionelle Investoren mischen ihren Kapitalanlagen vermehrt Kreditfonds bei. Allein im vergangenen Jahr hat sich das Volumen in Debt-Strukturen für erneuerbare Energien, Kommunaldarlehen, Immobilien, Infrastruktur, Schiffe und Unternehmensfinanzierungen auf der Plattform von Universal-Investment um rund ein Drittel auf etwa 9 Milliarden Euro erhöht. „Nicht nur durch große Versicherungskonzerne, auch von Versorgungswerken und Pensionskassen wächst die Nachfrage. Sie sehen in Kreditfonds eine Alternative zu Renten, mit dem das Portfolio diversifiziert und im niedrigen Zinsumfeld regelmäßige Erträge erzielt werden können“, kommentiert Sofia Harrschar, Leiterin im Bereich Alternative Investments bei Universal-Investment, den Trend.