„Höchste bürokratische Hürden“ KWG-Lizenz für Max Alpha Asset Management

Das Hauptquartier der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. In der Bankenmetropole residiert auch die junge Anlagegesellschaft Max Alpha Asset Management.

Das Hauptquartier der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. In der Bankenmetropole residiert auch die junge Anlagegesellschaft Max Alpha Asset Management. Foto: imago images / Marcel Lorenz

Max Alpha Asset Management – eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung aus Frankfurt am Main – hat von der deutschen Finanzaufsicht Bafin eine Lizenz nach Paragraph 32 Kreditwesengesetz erhalten. Wie Geschäftsführer Mathias Häge auf Nachfrage unserer Redaktion erläutert, darf das Unternehmen nun die Anlagevermittlung nach Paragraph 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz (KWG) ebenso betreiben wie die Anlageberatung. Ebenfalls erlaubt sei den Frankfurtern nun die Abschlussvermittlung, die Finanzportfolioverwaltung und das Eigengeschäft. Die Gesellschaft habe sich auf die Finanzportfolioverwaltung von Sondervermögen fokussiert, wie Häge erläutert.    

Die Gesellschaft wurde am 11. Februar 2019 gegründet und blickt nach Angaben ihres Geschäftsführers auf einen „Genehmigungsmarathon“ mit der Bafin, der Bundesbank und der Europäischen Wertpapieraufsicht Esma zurück. Man habe neue und höchste bürokratische Hürden überwinden müssen, so Häge. „Dieser Prozess war und ist mittlerweile unglaublich zeitaufwendig und an vermehrte Auflagen gebunden.“ Die eigentliche Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen wurde Ende Januar 2020 erteilt. Und erst am 6. März 2020 sei die Eintragung in das Registergericht erfolgt. 

Die junge Max Alpha Asset Management ist rechtlich gesehen ein verbundenes Unternehmen der Max Alpha Asset Consultant Ltd., die nach Angaben Häges seit mehr als zehn Jahren eine vollumfängliche Bafin-Lizenz besitzt. Die neue Gesellschaft wird das aktive Asset Management beziehungsweise die Portfolioverwaltung von Sondervermögen anstelle der Ltd. fortführen, erläutert der Geschäftsführer. Hintergrund seien die weiterhin existierenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit. Nach einer kurzen Übergangsfrist ist geplant, die Bafin-Lizenz der Max Alpha Asset Consultant Ltd. zurückzugeben.