Gemeinsam mit Family Office Versorgungswerk investiert in Einkaufszentrum

Touristen blicken über den Fluss Tejo auf Lissabon.  | © Getty Images

Touristen blicken über den Fluss Tejo auf Lissabon. Foto: Getty Images

Die Nordrheinische Ärzteversorgung in Düsseldorf und das Family Office AM Alpha aus Gräfelfing im Landkreis München haben gemeinsam ein Fachmarktzentrum vor den Toren der portugiesischen Hauptstadt Lissabon erworben. Laut dem Co-Investor AM Alpha handelt es sich um das Nahversorgungszentrum „BPlanet“ mit einer Mietfläche von 35.369 Quadratmetern. Die Immobilie wurde 2010 errichtet und ist praktisch vollvermietet. 

Nähere Angaben zu dem gemeinschaftlichen Investment, zum Verkäufer der Immobilie und zur Höhe des Kaufpreises wollte ein Sprecher von AM Alpha auf Nachfrage unserer Redaktion nicht machen. Die Transaktion erfolgte bereits Anfang dieses Jahres. Für das Family Office AM Alpha sei diese Akquisition die zweite in Portugal, heißt es. Bereits im Sommer 2018 übernahmen die Süddeutschen das „Edificio Mapfre“ im Herzen Lissabons. 

Immobilienaffines Versorgungswerk 

Die Nordrheinische Ärzteversorgung wurde im Jahr 1958 als Einrichtung der Ärztekammer Nordrhein gegründet und gehört zum System der ersten Säule der Alterssicherung für den ärztlichen Berufsstand in Nordrhein. Das Versorgungswerk verfügte nach den zuletzt veröffentlichten Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2017 über Kapitalanlagen von 12,6 Milliarden Euro (2016: 12,1 Milliarden Euro).  

In der langfristig orientierten Kapitalanlage investiert das wachsende Versorgungswerk immer häufiger in die illiquiden Anlageklassen Immobilien, Infrastruktur und Private Equity, während der Anteil der festverzinslichen Rentenanlagen stabil gehalten werden sollen. Bei einem weiterhin konstanten Wachstum des Versorgungswerks sinkt der relative Anteil der Festverzinslichen.

Portugal auf dem Weg der Erholung 

Nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes in Berlin lässt der Wirtschaftsstandort Portugal die Jahre der Wirtschafts- und Finanzkrise zunehmend hinter sich. Vertrauensbildend wirke, dass die EU das seit 2009 gegen Portugal anhängige exzessive Defizitverfahren im Juni 2017 einstellen konnte. Allerdings sei die Binnennachfrage eher verhalten.