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Fondsverwaltung mittels Finanzmathematik „Die Aktienquote von ARTS AM liegt aktuell bei fast 0 Prozent“

Leo Willert, CEO und Head of Trading bei ARTS Asset Management

Leo Willert, CEO und Head of Trading bei ARTS Asset Management: „Unser Risikomanagement beinhaltet zum einen die aktive Steuerung der Aktienquote, zum anderen das konsequente Setzen von Stop-Loss-Marken.“

Herr Willert, ARTS AM folgt einem speziellen Ansatz. Wie sieht das Fondskonzept aus?

Leo Willert: Unser quantitatives trendfolgendes Handelssystem arbeitet ohne diskretionäre Eingriffe. Alle Entscheidungen werden vom Handelssystem auf Basis eines Regelwerks getroffen. Kernziel ist dabei die Vermeidung großer Verluste in unseren Dachfonds. Und es funktioniert: In schwierigen Marktphasen wie 2007/2009 als der MSCI World mehr als 50 Prozent verlor, konnten wir die Risiken für das Kapital unserer Anleger mit einem Drawdown von 17 Prozent signifikant reduzieren.

Auch in der derzeit schwierigen Marktlage ist auf unser Handelssystem Verlass: Es hat bereits vor Wochen die Aktienquote auf 0 reduziert, um die Verluste in einer überschaubaren Größenordnung zu halten.

Auf welchen Index nimmt das Handelssystem Bezug?

Willert: Es berechnet die Aktienquote trendfolgend im Wesentlichen anhand des MSCI World – in Zeitfenstern von wenigen Tagen bis zu 52 Wochen. In Abhängigkeit von stabilen Aufwärts- oder Abwärtstrends wird die Aktienquote erhöht oder gesenkt. So war es auch diesmal: Der erste Einbruch am Markt ereignete sich Anfang Januar, dann erholte sich der MSCI World kurz, um Ende März bis Mitte Juni wieder nach unten zu driften. Das hat den Ausschlag gegeben, dass die Aktienquote bis Ende Juni auf 0 gesenkt wurde.

Wann könnte der Aktienanteil wieder steigen?

Willert: Wenn der MSCI World anzieht. Dann würde die Aktienquote bei den ausgewogenen Fonds wieder gegen 50 Prozent gehen. Üblicherweise baut das System dann zunächst defensive Positionen auf. So hat es am 28. Juli, als es zu einem kräftigen Turnaround bei Aktien kam, hauptsächlich den Healthcare-Sektor gekauft. Bis vor wenigen Wochen hielten wir einen hohen Rohstoffanteil; die Titel liefen sehr gut und kompensierten die Verluste in anderen Sektoren. Im Ergebnis weist unser C-QUADRAT ARTS Total Return Balanced Fonds Year-to-Date nur einen Verlust von 2,5 Prozent aus. Das dynamische Portfolio, der C-QUADRAT ARTS Total Return Global AMI, hat 5 Prozent verloren. 

Wir wählen in unserer Datenbank aus 10.000 Investmentfonds und 3.000 ETFs, die 80 Sektoren zugeordnet sind. In volatilen Zeiten mit geringer Aktienquote kann es sein, dass ein eher fokussiertes Portfolio gebildet wird. So waren wir im ersten Quartal 2022 in nur drei Sektoren investiert: Emerging Markets, Rohstoffe und Naher Osten.

Auf Momentum basierte Trendfolgeansätze gibt es viele. Was müssen Anleger über die ARTS-Strategie wissen?

Willert: Bei vermögensverwaltenden Mischfonds sind regelbasierte Trendfolgeansätze eher selten. Unsere Hauptvergleichsgruppe sind Asset Manager wie DWS, Carmignac und Flossbach, aber hier werden die Fonds von diskretionären Managern verwaltet. Wir hingegen haben ein komplett regelgebundenes, ausschließlich quantitativ gemanagtes Portfolio – mit einem sehr aktiven Handelsansatz. Unsere Portfolio Turnover Ratio liegt zwischen 600 und 800 Prozent, das bedeutet, dass drei bis vier Mal im Jahr das Portfolio komplett gedreht wird. Was uns unterscheidet? Wir können die Aktienquote von 0 bis 100 Prozent justieren, gleiches gilt für die Anleihequote. Wir können auch alle Arten von High Yield und Währungen kaufen. Zusammen mit unserem großen Fonds- und ETF-Universum macht die Flexibilität unsere Kernstärke aus.

Tägliche Flexibilität kann in der aktuellen Marktphase sehr nützlich sein. Inwieweit nutzen Sie Bärenmarkt-Rallys?

Willert: Blickt man auf den Finanzmarkt-Crash 2007 bis 2009 zurück, drehten alle 56 Länder und 14 Branchen des MSCI World gleichzeitig nach unten. Nichts blieb vom negativen Markttrend verschont. 2000 bis 2003 war das deutlich anders: In einem Jahr war Italien sehr stark, in einem anderen zeigte sich US-Real Estate obenauf. Es hat immer wieder Nischen gegeben, die sich gegen den allgemeinen Trend entwickelten. In der aktuellen Marktlage scheint das ähnlich zu sein. Am Anfang vom Crash performten Rohstoffe und rohstoffexportierende Länder sehr gut. Jetzt ist es so, dass Healthcare und Infrastrukturanlagen relativ gut laufen.

Wie sieht das Risikomanagement aus?

Willert: Es gibt hier zwei ganz zentrale Elemente. Das eine ist die aktive Steuerung der Aktienquote. Je länger der Bärenmarkt dauert, desto geringer ist die Aktienquote. Durch unser Backtesting wissen wir, dass auf eine negative Zeitperiode mit etwas erhöhter mathematischer Wahrscheinlichkeit eine weitere negative Zeitperiode folgt. Der Trend verstärkt sich selbst. Schaut man sich die schlechtesten Tage in der Geschichte eines Index an, haben sie die Tendenz, in zeitlicher Nähe zueinander aufzutreten. Nehmen wir den Nikkei als Beispiel: Von den zehn schlechtesten Tagen in seiner gesamten Geschichte lagen allein vier im Jahr 2008. Ein wesentliches Steuerungselement ist, diese extrem negativen Zeiten so gut es geht zu vermeiden oder abzumildern, um für die darauffolgende Erholungsperiode gut gerüstet zu sein. Erholungsphasen sind schnell abgeschlossen; je weniger das Portfolio zuvor zurückgesteckt hat, desto schneller ist die Fondsperformance wieder obenauf.

Und der zweite Punkt?

Willert: Das zweite zentrale Element unseres Risikomanagements ist das konsequente Setzen von Stop-Loss-Marken. Bei jedem Fonds und bei jedem ETF, den wir kaufen, wird zum Zeitpunkt des Kaufs ein Stop-Loss-Level berechnet, das auf täglicher Basis neu kalkuliert und bei Kursanstieg adaptiert beziehungsweise nachgezogen wird. Kommt es hingegen zu massiven Trendbrüchen, wird die Reißleine gezogen. So vermeiden wir Verluste und lassen Gewinne laufen. Auch wenn wir nur eine Trefferquote von knapp über 50 Prozent haben, ist der durchschnittliche Gewinn-Trade mehr als doppelt so groß wie der durchschnittliche Verlust-Trade. Daraus entsteht langfristig die gute Rendite von 5 Prozent p.a.

Wie viele Mitarbeiter kümmern sich bei ARTS AM um die Produkte und Kunden?

Willert: Das Team umfasst 40 Mitarbeiter, die Hälfte davon ist mit dem Handelssystem beschäftigt: Sie pflegen die Datenbank, programmieren und entwickeln das System weiter. Die Standorte sind Wien und St. Pölten, die Hauptstadt von Niederösterreich; 80 Kilometer von Wien entfernt.

Warum sollten sich Anleger die ARTS-Fonds jetzt näher ansehen?

Willert: Momentan ist ein interessanter Zeitpunkt zum Einstieg, weil das ARTS-Modell aktuell fast 0 Prozent Aktien hält. Im vergangenen Jahr, als die Märkte obenauf lagen, hatten wir fast 100 Prozent Aktien. Kaufen Anleger jetzt unser Produkt, gehen sie kein Risiko ein, dass Aktien weiter fallen könnten, weil unser Handelssystem sie momentan außen vor lässt. Erst wenn der Markt wieder positive Signale liefert, steigt das System wieder nach und nach in den Markt ein. Daher dürfte für Anleger jetzt ein idealer Zeitpunkt sein, um sich mit uns zu positionieren.

Mit welcher Performance können ARTS-Anleger rechnen?

Willert: Unser Produkt, das wir seit 2003 und damit am längsten am Markt haben, dem C-QUADRAT ARTS Total Return Global AMI, hat eine jährliche Rendite von 5,7 Prozent erzielt, bei einem maximalen zwischenzeitigen Wertverlust von ungefähr 18 Prozent. Morningstar hat uns für diese Leistung, mit Blick auf den jüngsten 3-Jahres-Zeitraum, mit 5 Sternen prämiert.

 

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