Wirkungsorientiertes Investieren Großanleger verbünden sich mit der Weltbank

Die Initiative wurde auf der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) vorgestellt. | © Getty

Die Initiative wurde auf der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) vorgestellt. Foto: Getty

Die Weltbank will Investoren zu mehr Transparenz und einer besseren Wirkungsmessung bei der Finanzierung von sozialen und ökologischen Projekten bewegen. Über ihre Tochter International Finance Corporation (IFC) hat die multinationale Entwicklungsbank in Washington nun gemeinsam mit 60 Investoren Grundsätze für das wirkungsorientierte Investieren („Investing for Impact: Operating Principles for Impact Managers“) auf den Weg gebracht.

Das Ziel der Initiative ist es, einen gemeinsamen Marktkonsens für wirkungsorientierte Anlagen zu entwickeln und die Entwicklung des Marktes voranzutreiben. Zu den Unterzeichnern der Initiative, die offiziell am 12. April 2019 auf der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) vorgestellt wurde, zählen unter anderem die französischen Finanzhäuser Amundi, Axa Investment Managers und BNP Paribas Asset Management. Aber auch die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse sind an Bord. In Deutschland hat sich die KfW über ihre Tochter DEG (Deutsche Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft) angeschlossen.

Die Initiatoren haben laut „Börsen-Zeitung“ die folgenden neun Ziele definiert, um dem wirkungsorientierten Management der Kapitalanlagen einen Rahmen zu geben:

  • Definition messbarer sozialer oder ökologischer Wirkungsziele. 
  • Verwaltung der strategischen Wirkung auf Portfolio-Basis. 
  • Glaubhafte Schilderung der Wirkung, die der Vermögensverwalter erzielt.
  • Anführung von Belegen so weit wie möglich. 
  • Darstellung der erhofften Wirkung vorab: Was ist beabsichtigt, wer ist betroffen, wie ausgeprägt ist der erhoffte Effekt? 
  • Bewertung und Verwaltung möglicher negativer Effekte. 
  • Laufende Beobachtung der Investition. Wenn erhoffte Wirkung ausbleibt, sollten angemessene Maßnahmen ergriffen werden. 
  • Berücksichtigung der Folgen eines Ausstiegs aus der Investition. Überprüfung, Dokumentation und Veränderung von Entscheidungen und Prozessen auf Basis der Beobachtungen. 
  • Jährliche Veröffentlichung zur Einhaltung der Prinzipien. Unabhängige Überprüfung in regelmäßigen Intervallen.