Wertpapierhandel über die Blockchain Luxemburg schafft einheitlichen Rechtsrahmen

Nicolas Mackel ist Geschäftsführer der Agentur Luxembourg for Finance. | © LFF

Nicolas Mackel ist Geschäftsführer der Agentur Luxembourg for Finance. Foto: LFF

Der Finanzplatz Luxemburg hat den Handel und das Halten von Wertpapieren über Blockchain- und andere Distributed-Ledger-Technologien auf eine verlässliche rechtliche Grundlage gestellt. Das berichtet die für die Entwicklung des Finanzzentrums zuständige Agentur Luxembourg for Finance (LFF).

Das Parlament habe mit großer Mehrheit eine entsprechende Änderung des luxemburgischen Wertpapierhandelsgesetzes beschlossen. Durch die Änderung mit der Gesetzes-Kennziffer 7363 bestehe künftig rechtlich kein Unterschied mehr, ob Wertpapiere über Distributed-Ledger-Technologien oder den klassischen elektronischen Weg gehandelt werden. Luxemburg sei damit das erste Land in der Europäischen Union, das den Rechtsrahmen für Wertpapierhandel entsprechend modernisiert habe.

Der Geschäftsführer von LFF, Nicolas Mackel, erläutert, Transaktionen über Blockchain oder vergleichbare Technologien seien ein zusätzlicher und effizienter Weg, Wertpapiere zu handeln. „Der angepasste gesetzliche Rahmen bietet den Finanzmarktteilnehmern hier nun mehr Transparenz und die nötige Rechtssicherheit“, ergänzt Mackel. 

Distributed-Ledger-Technologien basieren auf dem Grundansatz, dass eine Transaktion nicht mehr in einem zentral geführten Handelsbuch (Ledger) verzeichnet wird, sondern über Kopien auf vielen vernetzten Computern gleichzeitig. Durch diesen dezentralen Ansatz werde die Einschaltung von Intermediären, zum Beispiel einer Bank oder Börse, nach Einschätzung von Luxembourg for Finance „entbehrlich“.