Neue Studie Warum die Erfolgsbilanz bei klimabezogenen Anlagen wichtig ist

Vor einer Windkraft finden Bauarbeiten statt: Großanleger woll in den kommenden Jahren mehr denn je in klimabezogene Anlagen einsteigen.

Vor einer Windkraft finden Bauarbeiten statt: Großanleger woll in den kommenden Jahren mehr denn je in klimabezogene Anlagen einsteigen. Foto: imago images / serienlicht

Institutionelle Anleger implementieren mit wachsendem Enthusiasmus Klimakriterien in den Auswahlprozess und die Steuerung ihrer Kapitalanlagen. Ein Grund: Für langfristig handelnde Kapitalsammelstellen wie Pensionskassen sind Klimakrise und Klimapolitik in doppelter Hinsicht relevant.

Aufgrund ihres Anlagehorizonts sind sie zum einen von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen. Zum anderen können sie durch ihre Anlagen – etwa in Erneuerbare Energien – einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dieser Trend hält, und das ist eine wichtige Botschaft an die Anbieterseite – weiter an. Darauf deutet die neue Studie (Passive Investing 2020) des Beratungsunternehmens Create Research hin. 

Bis 2023: 5 Prozent Wachstum pro Jahr 

Laut der Untersuchung unterscheiden sich Pensionsfonds und andere Altersvorsorge-Einrichtungen derzeit zwar noch darin, wie hoch der Anteil klimabezogener Anlagen in ihren passiven Portfolios ist. Die Entwicklung sei aber vorgezeichnet: 65 Prozent beabsichtigen laut Studie, den Anteil klimabezogener Investitionen in den nächsten drei Jahren zu erhöhen. Die Mehrheit von 57 Prozent der Umfrageteilnehmer erwartet, dass die gesamten ESG-Investitionen in den nächsten drei Jahren um mehr als fünf Prozent pro Jahr wachsen werden. 

Nach Einschätzung der Autoren verdeutlicht die Studie, dass klimabezogene Investitionen bereits in die passive Vermögensallokation eingebettet sind: 26 Prozent gaben demnach an, dass sie mehr als 15 Prozent ihrer passiven Mittel in das Segment investieren. Etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) hat jedoch noch immer keine entsprechende Allokation als Teil der passiven Investitionen. 60 Prozent gaben an, durch Daten- und Definitionsprobleme eingeschränkt zu sein.

Ferner zeigt die Studie, dass die Geschäftsaussichten für Vermögensverwalter und Asset Manager, die in Sachen klimabezogener Anlagen Defizite aufweisen, schwinden. Denn 70 Prozent der Umfrageteilnehmer prüfen die Kapazität und die Erfolgsbilanz zur Erfüllung einer „grünen“ Agenda bei der Auswahl eines Vermögensverwalters für klimabezogene Anlagen, heißt es in der Studie.


Über die Studie:
Für die Studie hat Create Research 131 Pensionseinrichtungen in 20 Ländern befragt. Die Großanleger verwalten Vermögen von rund 2,25 Billionen Euro. Die vollständige Studie (auf Englisch) finden Sie hier.