Konzepte, Angebote, Kosten Stiftung Warentest vergleicht Robo Advisor

Von links oben nach rechs unten: Christian Schneider-Sickert, Mitgründer von Liqid; Erik Podzuweit, Mitgründer von Scalable Capital; Karl Matthäus Schmidt, Gründer von Quirion und Ginmon-Gründer und Geschäftsführer Lars Reiner

Von links oben nach rechs unten: Christian Schneider-Sickert, Mitgründer von Liqid; Erik Podzuweit, Mitgründer von Scalable Capital; Karl Matthäus Schmidt, Gründer von Quirion und Ginmon-Gründer und Geschäftsführer Lars Reiner

Seit zwei Jahren dringt eine zunehmende Zahl von Rodo Advisors auf den Markt. Die Stiftung Warentest hat diesen Trend zum Anlass genommen, die Konzepte der verschiedenen digitalen Anlageberater und Vermögensverwalter zu prüfen, ihre Angebote miteinander zu vergleichen und die jeweiligen Kosten gegenüberzustellen.

Dabei unterteilen die Tester die geprüften Robo Advisor abhängig vom Umfang ihres Angebots in drei Klassen: So werden solche Anbieter, die eine umfassende Vermögensverwaltung anbieten, in der Gruppe der Full-Service-Robos zusammengefasst. Voraussetzung hierfür ist eine 32-KWG-Lizenz der Bafin für Finanzportfolioverwaltung, über die die Anbieter selbst oder eine dahinterstehende Bank verfügen.

Auf dieser Basis können die Anbieter die Zusammenstellung des Depots verändern, ohne jedes Mal die Zustimmung des Kunden einholen zu müssen. So kann das Portfolio bei Bedarf ohne Verzug angepasst werden. Hierzu zählen etwa das Berliner Fintech Liqid oder der Online-Vermögensverwalter der Quirin Bank, Quirion.

Bei sogenannten Half-Service-Robos geben Anleger ihre Geldanlage nicht vollständig aus der Hand. Sie bekommen Anlagevorschläge, Änderungen des Portfolios bedürfen aber ihrer Zustimmung. Die Anbieter dieser Gruppe treten meist als Finanzanlagenvermittler nach Paragraf 34f GewO (Gewerbeordnung) auf. Beispiele für diese Klasse sind Online-Anlageberatung der Fondsgesellschaft Union Investment, Visualvest, oder das Frankfurter Fintech Ginmon.