HNWIs und UHNWIs Die Grenzen der Digitalisierung

Von analog bis voll digital: nicht alle Fintechs sind Volldigitalisierer | © Teodoro D. Cocca 2016

Von analog bis voll digital: nicht alle Fintechs sind Volldigitalisierer Foto: Teodoro D. Cocca 2016

Lassen sich Beratungsprozesse im Wealth Management digitalisieren? Dieser Frage ist Teodoro D. Cocca, Professor für Asset und Wealth Management an der Johannes Kepler Universität Linz, mit einer Umfrage unter Hochvermögenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nachgegangen.

Demnach ist die Klientel bereit, einen kleinen Anteil ihres Vermögens eigenständig online anzulegen. Den Großteil ihres Vermögens belassen sie aber weiterhin in der Obhut traditioneller Beratungsangebote. Befragt wurden 369 Privatanleger ab einem Anlagevermögen von 500.000 Euro beziehungsweise 900.000 Schweizer Franken.

 Quelle: Teodoro D. Cocca, 2016

Cocca kommt in seiner Arbeit „Potential and Limitations of Virtual Advice in Wealth Management“ zum Schluss, dass hybride Beratungsmodelle über das größte Potenzial im gehobenen Kundensegment verfügen. Trotz zunehmender Nutzung digitaler Angebote sei der persönliche Kontakt mit dem Berater für Private-Banking- und Wealth-Management-Kunden weiterhin enorm wichtig.

 Quelle: Teodoro D. Cocca, 2016

Die Krux für Fintechs & Co.: Je komplexer die Beratungsleistung, desto schwieriger lässt sie sich in ein digitales Angebot übertragen. Laut Cocca liegt in der Fähigkeit, dieses Problem zu lösen, der Schlüssel zum Erfolg im Vermögensmanagement. Entweder die Anbieter finden Wege, umfassende Finanzdienstleistungen digital umzusetzen. Oder sie verändern die Struktur solcher Angebote, sodass diese sich einfacher digitalisieren lassen.