Allianz, Swiss Re, Calpers, Pension Danmark Großanleger machen ihre Portfolios klimaneutral

Allianz-Chef Oliver Bäte engagiert sich für den Klimaschutz.  | © Allianz

Allianz-Chef Oliver Bäte engagiert sich für den Klimaschutz. Foto: Allianz

Auf der Liste der institutionellen Anleger, die die von den Vereinten Nationen gestützte „Net-Zero Asset Owner Alliance“ gegründet haben, stehen einige der weltweit größten Kapitalsammelstellen, zum Beispiel die Allianz, Swiss Re, Calpers und Pension Danmark. Diese Pensionsfonds und Versicherungen haben sich nun offiziell dazu verpflichtet, ihre Anlageportfolios in Höhe von 2,4 Billionen US-Dollar bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Damit verbunden ist das Ziel, die Unternehmen in ihrem Portfolio in den kommenden drei Dekaden zur Klimaneutralität zu bewegen.

Die Großanleger haben dieses Ziel in dieser Woche auf dem Klimagipfel des UN-Generalsekretärs in New York vorgestellt. Mit der Net-Zero Asset Owner Alliance wollen sich die Investoren für den Schutz der Menschen und des Planeten einsetzen. Auf Rendite werden sie damit aber nicht per se verzichten.

Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle umstellen und auf den vollständigen Verzicht beim Ausstoß von Kohlenstoffdioxid hinarbeiten, tragen nach Angaben der Net-Zero-Allianz am stärksten zur Senkung der weltweiten CO2-Emissionen bei. Gleichzeitig bestünden für die Endanleger viele Möglichkeiten, durch Investitionen in kohlenstoffarme Lösungen Renditen zu erzielen. 

Oliver Bäte, Chef der Muttergesellschaft der Allianz-Gruppe, erläutert die Pläne: „Es ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, den Klimawandel zu bekämpfen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen gemeinsam handeln, um schädliche Klimagase zügig zu reduzieren. Wir Asset Owner nehmen unsere Verantwortung ernst und steuern im Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, auf kohlenstoffarme Geschäftspraktiken hin. Wir haben damit bereits begonnen und werden unsere Portfolios bis 2050 klimaneutral stellen.“

Die Net-Zero Asset Owner Alliance wurde bereits Anfang 2019 von der Allianz, den Pensionseinrichtungen Caisse des Dépôts und Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ), der schwedischen Folksam-Versicherungsgruppe, Pension Danmark und der Swiss Re initiiert. Seitdem sind weitere Endanleger als Gründungsmitgieder der Initiative beigetreten: die schwedischen Pensionspläne Alecta und AMF ebenso wie das California Public Employees' Retirement System (Calpers) und die Versicherungsgesellschaften Nordea Life and Pension, Storebrand und Zurich. Um eine noch größere Wirkung zu erzielen, ermutigen die Mitglieder der Initiative andere Endanleger, sich der sogenannten Dekarbonisierung von Investmentportfolios anzuschließen.