Fuchs | Richter Prüfinstanz 13 Vermögensverwalter schlagen im Performance-Projekt die Benchmark

Bilden mit ihren Unternehmen die Fuchs | Richter Prüfinstanz

Bilden mit ihren Unternehmen die Fuchs | Richter Prüfinstanz: Dr. Jörg Richter (l.) von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe. Foto: Fuchs | Richter Prüfinstanz, Ralf Vielhaber

13 von 73 Teilnehmern schlagen die Benchmark, so das Endergebnis des 4. Performance-Projekts der Fuchs | Richter Prüfinstanz. Die übrigen 60 Geldverwalter schafften es nicht, mit ihren Private-Banking-Portfolios besser abzuschneiden als das passive Index-Portfolio. 

Die 13 Besten sind in alphabetischer Reihenfolge: Capital Bank, Dr. Kohlhase Vermögensverwaltungsgesellschaft, Freie Internationale Sparkasse, Früh & Partner Vermögensverwaltung, Fürst Fugger Privatbank, German Capital Management, Globalance Bank, Kathrein Privatbank, Klingenberg & Cie. Investment, Liechtensteinische Landesbank (Österreich), Raiffeisen-Landesbank Steiermark, von der Heydt und Co. und die Wagner und Florack Vermögensverwaltung.

Über fünf Jahre waren Banken und Vermögensverwalter dazu aufgerufen, das fiktive Vermögen von 3 Millionen Euro eines Privatkunden zu managen. 30.000 Euro wollte der Kunde pro Jahr für sich daraus ziehen, also 150.000 Euro insgesamt – diese Summe galt es mindestens zu erwirtschaften. Zudem mussten die Anbieter die eigenen Vermögensverwaltungsgebühren verdienen, um ein Ziel des Kunden – nominaler Kapitalerhalt zum Laufzeitende – zu gewährleisten.

Im Mittelpunkt der Punktvergabe stand, die Kundenziele während der fünfjährigen Laufzeit einzuhalten und am Projektende zu erreichen. Die Punkte ergaben sich jeweils zu einem Drittel aus Rendite, Sortino Ratio und Omega als Finanzkennzahlen. Wer den Kapitalerhalt nicht gewährleistete, dem zog die Prüfinstanz Punkte ab. Ebenso gab es Punktabzug, wenn der vom Kunden maximal gewünschte Verlust überschritten wurde, in dem Fall maximal 15 Prozent vom letzten Höchststand.

Die Benchmark bildete die Messlatte, die es zu schlagen galt. Die Idee dahinter ist einfach: Ein Privatier, der nicht zu einem Vermögensverwalter gehen würde, stellt sich aus einigen wenigen Indexfonds ein „naives“ Portfolio zusammen. Indexfonds (ETF) sind gut handelbar, kostengünstig und decken einen breiten Markt ab. Das Benchmark-Depot der Fuchs | Richter Prüfinstanz bestand aus vier ETFs – zwei Aktien-ETF und zwei Anleihen-ETF. Der Aktienanteil lag bei 30 Prozent.

Die Leistung des Benchmark-Depots war durchaus präsentabel: 527.000 Euro erwirtschaftete das Depot in den fünf Jahren. Knapp 60.000 Euro an Steuern gingen zusätzlich ab. Nach Entnahmen der insgesamt 150.000 EUR blieben noch immer 3.377.000 Euro auf dem Konto. Maximal zulässiger Verlust und Kapitalerhalt wurden beinahe immer erreicht: von 2.000 Punkten, mussten dafür lediglich 17 abgezogen werden. 20,2 Prozent beträgt die Brutto-Performance, hier sind die Entnahmen sowie die abgeführten Steuern enthalten. Damit kommt die Benchmark im Wettbewerb auf den 14. Platz.

Fazit

Aktiv schlägt passiv – das lässt sich generell nicht belegen – im Gegenteil. Das Ergebnis bestätigt somit wissenschaftliche Erkenntnisse. Es gibt auch keinen Investmentstil, der Erfolg in der aktiven Vermögensverwaltung garantiert, so das Fazit der Fuchs | Richter Prüfinstanz.

Auffällig ist jedoch, dass einige Vermögensverwalter zum wiederholten Mal im 5-Jahres-Wettbewerb die Benchmark schlagen. Dazu gehören Dr. Kohlhase, die Raiffeisen-Landesbank Steiermark, die Freie Internationale Sparkasse in Luxemburg oder die Liechtensteinische Landesbank. Es deutet viel darauf hin, dass die persönliche Erfahrung des Portfoliomanagers über Erfolg und Misserfolg entscheidet.