Stiftungsgelder im Fokus New York verklagt Donald Trump

Im Visier der New Yorker Justiz: US-Präsident Donald Trump mit seinen Söhnen Eric (l.) und Donald Trump Jr. (r.) sowie Tochter Ivanka.  Ivanka Trump (2.v.l.), Donald  | © Getty Images

Im Visier der New Yorker Justiz: US-Präsident Donald Trump mit seinen Söhnen Eric (l.) und Donald Trump Jr. (r.) sowie Tochter Ivanka. Ivanka Trump (2.v.l.), Donald Foto: Getty Images

US-Präsident Donald Trump steht weiterer juristischer Ärger ins Haus:  Der US-Bundesstaat New York hat den 72-Jährigen wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Geldern seiner Stiftung verklagt. Der Klage richtet sich auch gegen Trumps Söhne Donald Trump Jr., Eric und Tochter Ivanka.

Der Vorwurf: Die Trumps sollen Gelder der Stiftung über mehr als zehn Jahre hinweg für persönliche und geschäftliche Interessen missbraucht haben. Generalstaatsanwältin Barbara Underwood will die Trump Foundation nun unter richterlicher Aufsicht abwickeln lassen, zugleich sollen die Trumps 2,8 Millionen US-Dollar erstatten.

Underwood erklärte die Trump Foundation in einer Erklärung zu einer „leeren Hülle“. Sie sei „wenig mehr als ein Scheckbuch für Zahlungen von Herrn Trump oder seinen Unternehmen an gemeinnützige Organisationen, unabhängig von deren Zweck oder Rechtmäßigkeit“, so Underwood. Der Vorstand sei seit 1999 nicht mehr zusammen gekommen, Trump habe seitdem alle Entscheidungen allein gefällt.   

Konkret sollen die Trumps die 2,8 Millionen US-Dollar für den Präsidentschaftswahlkampf zweckentfremdet haben. Weiter habe die Trump-Stiftung eine Summe von 100.000 US-Dollar benutzt, um einen Rechtsstreit um Trumps Luxusresort Mar-a-Lago mit dem Bundesstaat Florida beizulegen.

Trump versuchte, die Vorwürfe wie gewohnt via Twitter abzuschmettern: Sie seien „lächerlich“ und politisch motiviert, die Stiftung habe mehr für wohltätige Zwecke ausgegeben, als sie eingenommen habe. Er werde sich nicht auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft einlassen, um einen Prozess zu vermeiden.

Die Vorgeschichte der Klage reicht bis in den Herbst 2016 zurück. Damals hatte die „Washington Post“ erstmals vom möglichen Missbrauch der Stiftungsgelder berichtet. Underwoods Vorgänger Eirc Schneiderman hatte der Trump Foundation daraufhin die Annahme weiterer Spenden untersagt.  Trumps Vorhaben, die Stiftung vor Antritt seiner Präsidentschaft wegen möglicher Interessenkonflikte aufzulösen, war ihm wegen der laufenden Ermittlungen untersagt worden.