Nach plötzlichem Tod von US-Milliardär Krypto-Vermögen in dreistelliger Millionenhöhe scheint verloren

Der US-Milliardär Matthew Mellon – ein Nachkomme von Thomas Mellon, dem Gründer der Mellon Bank – galt als einer der ersten Investoren in die Kryptowährung Ripple. Nach seinem plötzlichen Tod könnte nun ein dreistelliges Millionen-Vermögen aus diesen Beteiligungen für immer verloren sein, berichtet das Technologie-Magazin „Wired.“

Rund zwei Millionen US-Dollar habe Mellon in Ripple gesteckt, das Investment soll nach dem Wertanstieg 2017 mehr als eine Milliarde US-Dollar wert gewesen sein. Einen Teil davon in Höhe von 350 Millionen US-Dollar hat er sich laut Bericht zwar rechtzeitig vor dem Kurseinbruch auszahlen lassen. Das restliche Vermögen scheint jedoch nun für immer unzugänglich bleiben.

Mitte April 2018 war der 54-jährige auf dem Weg in eine Entzugsklinik in Mexiko überraschend verstorben. Dabei soll er auch sämtliche Passwörter, Passphrasen und Zugangsdaten mit ins Grab genommen haben. Mellon soll panische Angst vor Hackern gehabt haben und sei nach Aussagen seines persönlichen Assistenten regelrecht paranoid gewesen.

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Der Fall werfe die Frage auf, was im Sterbefall mit digitalen Vermögenswerten geschehen soll. Auszahlungen an Hinterbliebene wie bei gängigen Finanzmarktprodukten seien bei Blockchain-Anwendungen wie Ripple mangels zentraler Instanz nicht möglich. Auch dürften sich einzelne Wechselkonten und Wallets nicht zielsicher auf Mellon zurückführen lassen, schreibt die „Wired“. Ob Mellon noch weiteres Vermögen aus Kryptowährungen hinterlassen habe, sei nicht bekannt.

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