Private-Banking-Markt LGT will in Deutschland wieder vor Ort präsent sein

Roland Schubert kehrt zurück nach Deutschland, ebenso die LGT Bank

Roland Schubert kehrt zurück nach Deutschland, ebenso die LGT Bank: Die Liechtensteiner planen nach rund zehn Jahren ihre Rückkehr in den Private-Banking-Markt hierzulande. Foto: LGT Bank

Die LGT Bank möchte in Deutschland wieder vor Ort präsent sein. Das sagte Private-Banking-Chef Olivier de Perregaux im Interview mit der Tageszeitung „Liechtensteiner Volksblatt“ (bezahlpflichtig). Auf Nachfrage des private banking magazin bestätigt das Institut den strategischen Entscheid: „Deutschland ist für uns ein sehr interessanter und wichtiger Markt, deshalb möchten wir wieder vor Ort tätig sein.”

Weitere Detailfragen kann die LGT zu diesem Zeitpunkt noch nicht konkret beantworten. Aufgrund der laufenden Vorbereitungsarbeiten sei man aber sehr zuversichtlich, so de Perregaux im Volksblatt-Interview. Außerdem weiß er zu berichten: „Die LGT hat einen ausgezeichneten Ruf in Deutschland.“

Feststeht bereits, dass Roland Schubert den Aufbau des LGT-Deutschlandgeschäfts aktiv vorantreiben soll. Die Bank hat ihn mit Beginn 2022 in ihren Verwaltungsrat berufen. Schubert ist mit dem deutschen Markt bestens vertraut und verfügt über ein ausgezeichnetes Netzwerk, erklärt de Perregaux. Mit seiner Erfahrung und Marktkenntnis könne er einen wichtigen strategischen Beitrag zur weiteren Markterschließung leisten.

Beinahe zehn Jahre ist es her, dass sich die LGT Bank Deutschland aus dem hiesigen Markt zurückgezogen hat. Das Beratungsgeschäft mit einem verwalteten Vermögen von damals rund 19 Milliarden Euro ging auf die Bethmann Bank über. Schubert wechselte seinerzeit Ende 2011 als zusätzliches Vorstandsmitglied zur ABN-Amro-Tochter. In den Jahren zuvor hatte er als Vorsitzender der Geschäftsleitung das Private-Banking-Geschäft der LGT in Deutschland auf- und ausgebaut.