Transatlantischer Feldzug Berenberg-Chef erläutert seine Pläne

Hat das gegenwärtige Geschäftsmodell der Bank mitentwickelt: Berenberg-Chef Hendrik Riehmer

Hat das gegenwärtige Geschäftsmodell der Bank mitentwickelt: Berenberg-Chef Hendrik Riehmer

Der Co-Chef der Berenberg Bank, Hendrik Riehmer, will im Geschäft mit Aktienplatzierungen im angelsächsichen Raum kräftig wachsen. Zugleich soll die Vermögensverwaltung unter der Leitung von Henning Gebhardt bis zum Herbst 2019 profitabel arbeiten. Das berichtet das „Manager Magazin“, das den 49-jährigen Riehmer in seiner jüngsten Print-Ausgabe porträtiert.


Das von ihm entwickelte Geschäftsmodell der Bank, bei dem ein qualitativ hochwertiges Small- und Midcap-Research einem aggressiven Vertrieb die Grundlage liefert, um Aufträge für Aktienplatzierungen zu akquirieren, rolle Riehmer jetzt in Großbritannien und den USA aus, so das Blatt.

Für den „transatlantischen Feldzug“ beziehe die New Yorker Mannschaft der Bank in Kürze die geräumige oberste Etage eines Wolkenkratzers an der Avenue of the Americas, direkt gegenüber dem Rockefeller Plaza. Das „unerhörte Wagnis“, im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern im globalen Geschäft auf Wachstum zu setzen, verspricht Berenberg satte Gewinne: Während die Kommissionen für Aktienplatzierungen in Deutschland oft nicht einmal ein Prozent des Volumens betragen, machen sie in Großbritannien und den USA ein Vielfaches aus.

Die positive Börsenentwicklung der letzten Jahre sei perfekt für Riehmers Geschäftsmodell gewesen, der „Gesellschafter mit Vollgaslizenz“ bereite die Bank aber auch auf eine Rezession vor, mit der er für den Herbst 2019 rechnet. Bis dahin soll Berenbergs Kapitalmarktexpertise von Deutschland über London bis in die Vereinigten Staaten reichen und auch die Vermögensverwaltung stabile Profite abwerfen. Dann sei Berenberg bereit für die nächste Generation, sagt Riehmer mit Blick auf die künftige Führung der Bank.