Komplexere Vermögen im Fokus Berenberg plant Ausbau des Wealth Managements

Will die Rolle seines Institutes als Betreuer komplexer Vermögen weiter ausbauen: Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg

Will die Rolle seines Institutes als Betreuer komplexer Vermögen weiter ausbauen: Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg

Die Privatbank Berenberg hat ihren Jahresüberschuss 2016 gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent auf 161 Millionen Euro gesteigert. Das Institut erzielt damit nach eigenem Bekunden das höchste Ergebnis in seiner Geschichte. Welchen Beitrag zum Gesamtergebnis das Geschäftsfeld Wealth und Asset Management beiträgt, weist das Bankhaus nicht gesondert aus.

Nachdem man im Wealth Management Ende vergangenen Jahres das Niederlassungsnetz ausdünnte und sich von mehreren Mitarbeitern trennte, will die Bank nun aber im Geschäftsfeld beim Kundenvolumen wachsen.

„Wir werden uns im Wealth Management auf die Betreuung sehr komplexer Vermögen fokussieren“, sagt Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg, „Hier werden wir weiter in Spezialisten investieren und ein umfassendes Betreuungsangebot bereithalten“.

Bei dem Schritt dürfte es sich um den zweiten Anlauf der Bank handeln, sich stärker auf Vermögen oberhalb der Eine-Million-Euro-Grenze zu konzentrieren: Bereits 2014 hatte das Institut einigen Kunden mit kleineren Vermögen Schreiben zugesandt, wonach die Betreuung durch die Bank künftig erst ab einer Million Euro zur Verfügung stehe. In jüngster Zeit hatte die Bank die Fokussierung mit den gestiegenen Kosten von Mifid 2 begründet.

Die Wachstumspläne im Wealth Management soll der neue Leiter Wealth and Asset Management Henning Gebhardt umsetzen. Er wechselte nach mehr als 20-jähriger Tätigkeit im Deutsche-Bank-Konzern zum Jahresanfang zu Berenberg.