Robert Bosch Venture Capital (RBVC) Bosch beteiligt sich an erster deutscher Krypto-Stiftung

Firmensitz von Bosch in Gerlingen: Der Mischkonzern ist mit seiner Venture-Capital-Gesellschaft bei Deutschlands erster Krypto-Stiftung eingestiegen. | © Bosch

Firmensitz von Bosch in Gerlingen: Der Mischkonzern ist mit seiner Venture-Capital-Gesellschaft bei Deutschlands erster Krypto-Stiftung eingestiegen. Foto: Bosch

Die Krypto-Stiftung IOTA Foundation und die Bosch-Gruppe sind jetzt offiziell Partner, wie das Technologie-Magazin „Wired“ berichtet. Die Gesellschaft Robert Bosch Venture Capital (RBVC) hat demnach eine enorme Summe an IOTA-Tokens gekauft und will so gemeinsam mit der Krypto-Stiftung die Industrialisierung der Blockchain-Alternative vorantreiben. IOTA Foundation wolle die „Next Generation Blockchain“ für das Internet der Dinge (IoT) sein.

Die IOTA-Alternative zur Blockchain habe Bosch überzeugt, in das Berliner Startup zu investieren. „Bosch ist einer der Pioniere, die die Adaption von Distributed-Ledger-Technologie in der Automobil- sowie der IoT-Industrie vorantreiben“, sagt Ingo Ramesohl, Geschäftsführer bei RBVC. Zudem werde Hongquan Jiang, Partner der RBVC, Teil des IOTA-Beratergremiums.

Die Berliner Stiftungsaufsicht hatte die IOTA Foundation Mitte November offiziell anerkannt. Sie ist die erste Stiftung Deutschlans, die auf Grundlage einer Kryptowährung operiert. Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung, wobei insbesondere die Weiterentwicklung der IOTA-Technologie im Mittelpunkt steht.

Dabei handelt es sich konkret um die sogenannte Tangle-Technologie, mit der Altcoins – kurz für alternative Kryptowährungen – zur Kryptowährung für Maschinen werden sollen. Statt wie in der Blockchain einen Block nach dem anderen chronologisch zu verbinden, webt das Tangle ein Netz. Transaktionen sind miteinander verbunden: Wer eine Transaktion über IOTA ausführen möchte, muss zwei vorherige bestätigen.

Das Interesse an dem Berliner Startup sei immens. Laut Bericht haben bereits mehr als 30 Unternehmen wie Telekom, Fujitsu oder Samsung in die Krypto-Stiftung investiert. Anfang Dezember sei ein massiver Kursanstieg erfolgt. Binnen weniger Tage sei IOTA an Ripple vorbeigezogen und soll kurzzeitig die Kryptowährung mit der viertgrößten Marktkapitalisierung nach Bitcoin, Ethereum und Bitcoin Cash gewesen sein. „Wir werden unsere Kooperationen mit führenden IoT-Firmen weiter ausbauen und hoffen, bis Ende 2018 erste Strategien für eine Markteinführung präsentieren zu können“, sagt Dominik Schiener, einer der IOTA-Gründer.