Stiftung verschärft Risikomanagement Universität Texas koppelt ihr Vermögen an US-Sanktionen

Hauptgebäude der Universität Texas in Austin | © Larry D. Moore CC BY-SA 3.0.

Hauptgebäude der Universität Texas in Austin Foto: Larry D. Moore CC BY-SA 3.0.

Das Management will die Vermögensanlagen um alle Unternehmen bereinigen, die Geschäfte mit Firmen tätigen, die ihrerseits von US-Sanktionen betroffen sind. Dafür hat die Texas A&M Investment Management Company (Utimco), die das Stiftungsvermögen (Endowment Fund) von 31 Milliarden US-Dollar beaufsichtigt, Richtlinien formuliert. Sie betreffen die 230 mandatierten externen Vermögensverwalter von Utimco. Die Verwalter setzen sich nun dem Risiko aus, durch die Vermögensverwalter der Universität von Texas sanktioniert zu werden.

Vater der Entscheidung, die US-Sanktionen im Anlageprozess zu berücksichtigen, ist Hedgefondsmanager Kyle Bass. Er leitet das Risiko-Management-Komitee von Utimco. In einem Interview mit Bloomberg wies er im Oktober darauf hin, dass „westliches Kapital“ nach wie vor in Unternehmen fließt, die US-Recht trotzen. Die Universität von Texas will sich und andere institutionelle Investoren nun juristisch in Sicherheit bringen und ihre Vermögenswerte nur noch im Einklang mit den US-Sanktionen anlegen. Die von Utimco mandatierten Vermögensverwalter haben 90 Tage Zeit, um die betreffenden Unternehmensbeteiligungen zu verkaufen. Illiquide Privatmarktanlagen sind von dem Verkaufsplan zwar nicht betroffen. Allerdings sollen die Vermögensverwalter hier nicht weiter zukaufen.  

Der Mitbegründer und CEO der Fondsgesellschaft Hermitage Capital Management, Bill Browder, weist darauf hin, dass vor allem der Wert zahlreicher russischer Unternehmen unter Druck kommen dürften, wenn weitere der milliardenschweren US-Universitäts-Stiftungen sich dem Plan der Uni Texas anschließen und kritische Beteiligungen verkaufen.