Rückzug des Bundesfinanzministeriums Fintech-Rat wählt Elinvar-Chef zum Vorsitzenden

Chris Bartz ist Mitgründer des Berliner Spezialdienstleisters Elinvar  | © Elinvar

Chris Bartz ist Mitgründer des Berliner Spezialdienstleisters Elinvar Foto: Elinvar

Das Bundesfinanzministerium (BMF), die Bafin und die Bundesbank ziehen sich aus dem Fintech-Rat zurück. Alle drei sollen künftig nur noch einen Beobachterstatus haben. Das berichtet das Online-Portal „Finanz-Szene“. Der Rückzug wurde demnach am gestrigen Donnerstag auf einer mehrstündigen Sitzung in Berlin beschlossen.

Der Schritt bringt einen Wechsel an der Spitze des Rates mit sich: So wird Staatssekretär Jörg Kukies, der den Posten als Nachfolger des damaligen Staatssekretärs Jens Spahn übernommen hatte, den Vorsitz abgeben. Es übernimmt der Chef des Berliner Fintechs Elinvar, Chris Bartz. Eine Schächung des Rates sieht der neue Mann im Rückzug des BMF nicht, im Gegenteil: Die Rolle als unabhängiger Ratgeber des Ministeriums werde dadurch sogar gestärkt, so Bartz laut „Finanz-Szene“.

Der Fintech-Rat ist ein im März 2017 gegründetes Expertengremium, das das Ministerium in Fragen der digitalen Finanztechnologie beraten soll. Neben neuen Finanz-Startups sind in dem Gremium auch die klassischen Bankenverbände vertreten.