Private Equity Institutionelle Anleger halten Übernahmemärkte für überhitzt

Michael Schad ist Partner und Leiter Investmentmanagement bei der Investmentgesellschaft Coller Capital.  | © Coller Capital

Michael Schad ist Partner und Leiter Investmentmanagement bei der Investmentgesellschaft Coller Capital. Foto: Coller Capital

Der Wettbewerb zwischen institutionellen Anlegern um Anteile an den besten Private-Equity-Fonds hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Mit 61 Prozent hat sich etwas mehr drei Fünftel der Investoren in jüngster Zeit an ersten Closings von Private-Equity-Fonds beteiligt. Das ist ein Ergebnis des Global-Private-Equity-Barometers 2018 von Coller Capital.

Andernfalls würden Anleger befürchten, nicht ihre angestrebte Beteiligungsquote zu erreichen. Dies bleibe nicht folgenlos: Das Barometer zeige, dass die größten Investoren – diejenigen, die mehr als 50 Milliarden Dollar an Private-Equity-Vermögen verwalten – der Ansicht sind, dass ihre Renditen am stärksten dadurch eingeschränkt werden, dass sie nicht genügend Kapital bei ihren bevorzugten Managern anlegen können.

 Quelle: Coller Capital

Es sei daher nicht verwunderlich, dass die Suche nach den Top-Managern der Zukunft ein zentrales Anliegen der Investoren bleibt. Neun von zehn institutionellen Anlegern berichten, dass ihre eigenen Research- und Outreach-Programme in letzter Zeit zu neuen Geschäftsbeziehungen mit Managern von Private-Equity-Fonds geführt haben. Mehr als drei Viertel der Investoren habe aufgrund von Empfehlungen neue Geschäftsbeziehungen mit Managern geknüpft.

Spitzenkräfte zu gewinnen und zu motivieren, ist für Anleger und Manager gleichermaßen wichtig. 58 Prozent der Anleger sagen, dass ihre Fähigkeit, die Erträge aus der Anlageklasse zu steigern, stark eingeschränkt wird durch Schwierigkeiten, genügend hochqualifizierte Talente zu gewinnen.

Etwas mehr als die Hälfte der Investoren bietet ihren Mitarbeitern eine leistungsabhängige Vergütung – wobei diese Anleger dreimal so oft wie andere eine Private-Equity-Gesamtrendite von mehr 16 Prozent erzielen. Institutionen – die Gelder von Dritten verwalten – und betriebliche Altersversorgungssysteme neigen am meisten dazu, ihren Mitarbeitern eine leistungsbezogene Vergütung zu zahlen.

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