Liquider Wertspeicher Warum der Goldpreis sich zuletzt volatil zeigte

250-Gramm-Goldbarren im Wert von knapp 14.000 Euro: Ein massiver Anstieg der weltweiten Verschuldung, verbunden mit einer ultralockeren Notenbankpolitik, dürfte bis zur nächsten Währungsreform zementiert sein. | © imago images / blickwinkel

250-Gramm-Goldbarren im Wert von knapp 14.000 Euro: Ein massiver Anstieg der weltweiten Verschuldung, verbunden mit einer ultralockeren Notenbankpolitik, dürfte bis zur nächsten Währungsreform zementiert sein. Foto: imago images / blickwinkel

Gold hilft nicht gegen Pandemien. Auch nicht gegen politische Krisen. Zumindest nicht zwingend. Kurzum: Gold ist, anders als so oft behauptet wird, gar kein Krisenmetall. Jedenfalls keines für jede Krise. Deshalb sollte niemand schlussfolgern, dass Gold gewinnt, nur weil die Aktienkurse kräftig fallen, aus welchen Gründen auch immer.

Goldinvestoren enttäuscht

Trotzdem war die Enttäuschung vieler Investoren spürbar, als mit den Aktienkursen zu Beginn des Corona-Crashs an der Börse auch der Goldpreis unter Druck geriet. Aber warum war das so? Die Erklärung dafür ist vergleichsweise einfach, ein ähnliches Muster ließ sich auch in der Finanzkrise beobachten: Als die Kurse infolge der Pleite von Lehman Brothers abstürzten, rutschte der Goldpreis ebenfalls.

Liquiditätsbedarf drückt Preis

Damals wie heute brauchten viele Investoren dringend Liquidität. Und wer dringend Geld braucht, um Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, verkauft nicht zuletzt hochwertige Assets, die sich schnell liquidieren und mit denen sich überdies noch vernünftige Preise erzielen lassen. Gold zum Beispiel.

Krise dürfte Verschuldung in die Höhe treiben

Der erneute, anschließende Preisanstieg im März lässt aber noch einen weiteren, aus unserer Sicht wichtigeren Rückschluss zu: Die Investoren beginnen zu erkennen, welche Langfristfolgen die Corona-Krise und die damit verbundenen gewaltigen Hilfspakete der Regierungen haben werden. Ein massiver Anstieg der weltweiten Verschuldung, verbunden mit einer ultralockeren Notenbankpolitik, die unseres Erachtens bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag – mindestens aber bis zur nächsten Währungsreform – zementiert ist.

Versicherungscharakter von Gold rückt in den Fokus

In diesem Umfeld dürfte der Versicherungscharakter von Gold, seine Wertaufbewahrungsfunktion, zunehmend in den Fokus rücken. Auch wenn Vergleiche zumeist ihre Tücken haben: Nicht nur der Preisrutsch, sondern ebenso der folgende Preisanstieg ließ sich während der Finanzkrise beobachten. Auch damals reifte die Erkenntnis, dass die Schulden kräftig steigen, die Notenbankpolitik immer lockerer werden würde.

Letztlich ist Gold immer dann stark, wenn (Papier)-Währungen schwach sind. Und an schwachen Währungen dürfte in den kommenden Jahren kein Mangel herrschen. Gold ist also weniger Krisenmetall, sondern vielmehr eine Hartwährung – die Währung der letzten Instanz. In einem breit aufgestellten Portfolio sollte sie unseres Erachtens nicht fehlen.

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