Fuchs | Richter Prüfinstanz Depots mit Indexfonds sind schwer zu schlagen

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Vermögensverwaltende Fonds in Konkurrenz zu ETF

In einem weiteren Projekt betrachten wir die Ergebnisse von 74 vermögensverwaltenden Fonds. Ausgangskapital zum 1. Januar 2017 waren 1 Million Euro. Die Anlage erfolgt in ein bis drei hauseigenen Fonds, die von der teilnehmenden Bank oder dem Vermögensverwalter beraten oder gemanagt werden. Benchmark ist ein kostengünstiges ETF-Portfolio, das sich ein weitgehend unerfahrener Anleger auch selbst zusammenstellen könnte.

Hier fällt das Ergebnis nach 24 Monaten Anlagedauer besonders ernüchternd aus. Die Inflation betrug in diesem Zeitraum 3,4 Prozent.

  • Nur ein Teilnehmer, die GFA Vermögensverwaltung, schafft den Inflationsausgleich und einen realen Gewinn von 1,5 Prozent.
  • Es ist auch der einzige Teilnehmer, der eine bessere Wertentwicklung als das Benchmarkdepot erzielt hat. Alle anderen liegen unterhalb des vom Anleger selbst zusammengestellten ETF-Depots.
  • Nur 8 standardisierte Vermögensverwaltungen sind auf Basis der Profi-Kriterien Rendite, Omega und Sortino Ratio und damit nach Punkten besser als die Benchmark
  • (Nur) zwölf Depots liegen im Plus seit Projektstart

Nach Punkten vorne liegen die Volksbank Liechtenstein Private Banking vor Oddo BHF und der Berliner Sparkasse. Besser als die Benchmark sind zudem die schweizerische Globalance Bank, von der Heydt & Co., das Bankhaus Carl Spängler & Co., die Deutsche Oppenheim Family Office sowie die Bank J. Safra Sarasin.

Stiftungsdepot aus zwei Indexfonds

Wer nun glaubt, der erste Monat des neuen Jahres mit deutlichen Aktienkursgewinnen hätte die Verhältnisse wieder geradegerückt, der irrt. Immerhin hat der Dax vom 1. Januar bis 31. Januar 2019 um rund 6 Prozent zugelegt. Doch auch im Projekt Stiftungsdepot  mit einer Anlagesumme von 5 Millionen Euro, das seit dem 1. November 2014 läuft, sind nur sieben Vermögensverwalter per Ende Januar nach Performance besser als die Benchmark, ein Portfolio aus zwei Indexfonds mit 60 Prozent europäischen Staatsanleihen als defensivem Baustein und 40 Prozent internationalen Dividendentiteln für die Aktienkomponente. Die relativ schlechten Ergebnisse vieler Profis liegen auch daran, dass sie das Ausschüttungsziel der Stiftung über lange Zeit völlig aus den Augen verloren haben.