Fuchs | Richter Prüfinstanz Depots mit Indexfonds sind schwer zu schlagen

Bilden mit ihren Unternehmen die Fuchs | Richter Prüfinstanz: Dr. Jörg Richter (l.) von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe. | © Richter/Vielhaber

Bilden mit ihren Unternehmen die Fuchs | Richter Prüfinstanz: Dr. Jörg Richter (l.) von der Dr. Richter Unternehmensgruppe und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Verlags Fuchsbriefe. Foto: Richter/Vielhaber

In schwierigen Marktphasen Verluste vermeiden, in guten Zeiten Gewinne einfahren. So lautet der selbst gesetzte Anspruch der Vermögensverwalter. Die Wirklichkeit ist eine andere. Dies zeigen erneut die Ergebnisse der Performance-Projekte der Fuchs | Richter Prüfistanz.

Kaum ein Profi war mit Startzeitpunkt 1. Januar 2016 beziehungsweise 1. Januar 2017 in der Lage, den Kaufkraftverlust des Geldes auszugleichen. Er betrug im Zeitraum Januar 2016/17 bis Dezember 2018 kumuliert 3,4 Prozent beziehungsweise 5,1 Prozent.

Der Markt-Crash im 4. Quartal 2018 hat alle Depots übel erwischt. Ernüchternd für die gesamte Branche: Nur wenige Vermögens-Profis übertreffen ein simpel zusammengestelltes Benchmark- Depot aus Indexfonds (ETF) unter Risiko-Rendite-Gesichtspunkten.

Aktiv gemanagtes Private Banking Depot im Vergleich zu ETF-Depot

Das Projekt Private Banking Depot lief am 31. Dezember 2018 genau drei Jahre (36 Monate). Die Geldentwertung in diesem Zeitraum betrug 5,1 Prozent. Am Projekt nehmen 73 Banken und unabhängige Vermögensverwalter aus dem deutschsprachigen Raum teil. Der Bewertungsmaßstab ist die positive oder negative Abweichung von Rendite und Schwankungsbreite im Vergleich zu einem naiven Benchmark-Depot aus vier Indexfonds (ETFs). Die Ergebnisse in den Einzelkriterien werden in Punkte umgerechnet und jeweils zum Quartalsende fixiert. Ziel ist es, die Benchmark nach Punkten zu übertreffen.

Zur Verfügung stand per 1. Januar 2016 ein fiktives Vermögen von 3 Millionen Euro. Gehandelt wurde zu Tagesendkursen auf Basis des Datenpools von VWD. Als Eingabeplattform dient der VWD-Portfoliomanager. Wie kräftig das 4. Quartal ins Kontor geschlagen hat, lässt sich am Top-Performer festmachen: Am 30. September 2018 verzeichnete dieser den höchsten Zugewinn mit 46,76 Prozent. Zum Jahresende betrug er gerade noch 13,8 Prozent.

  • 28 Vermögensverwalter (38 Prozent) waren per 31. Dezember 18 auf Basis einer Bewertung von Rendite, Performance und Risikoverhalten besser als die Benchmark
  • Zehn weisen eine bessere Wertentwicklung auf – die Bewertung, die Anleger typischerweise wählen.
  • Sieben Depots schaffen einen Inflationsausgleich und noch einen Schnaps Rendite obendrauf.
  • Neun weisen einen geringeren Maximum Drawdown (maximalen Rückgang in der Wertentwicklung vom zwischenzeitlich erreichten Spitzenwert) als das Benchmark-Depot auf

Den höchsten Punktestand zum Jahresende verzeichnet die Dr. Kohlhase Vermögensverwaltung gefolgt von Concept Vermögensmanagement und Klingenberg & Cie. Investment.