Börsengang der Vermögensverwaltung Deutsche Bank erhöht die Schlagzahl

Leitet die Vermögensverwaltung Deutsche Asset Management der Deutschen Bank: Nicolas Moreau

Leitet die Vermögensverwaltung Deutsche Asset Management der Deutschen Bank: Nicolas Moreau

Ehrgeizige Ziele setzt sich die Deutsche Bank beim anstehenden Börsengang ihrer Vermögensverwaltung Deutsche Asset Management: Die Herausgliederung der Sparte aus dem Konzern – notwendiger Schritt für die Platzierung – ist bereits in vollem Gange, sagte Nicolas Moreau, Chef der Vermögensverwaltung, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Bis September 2017 soll die Deutsche AM auf eigenen Beinen stehen.

Aktuell laufen bereits die Gespräche mit dem Betriebsrat, welche Mitarbeiter unter welchen Bedingungen vom Mutterkonzern zur neuen Einheit wechseln. Die bisherige Sparte des Konzerns wurde laut Zeitungsbericht bereits als eigenständige Firma ins Handelsregister eingetragen. Die Rechtsform ist eine europäische Aktiengesellschaft mit dem Namen Deutsche Asset Management Holding SE.

Ab September 2017, sobald die Einheit eigenständig ist, wolle Moreau Gespräche mit potentiellen Investoren aufnehmen. „Wir werden dann den Prozess zum Börsengang beginnen, abhängig von den Märkten und unseren Geschäftsergebnissen."

Geplant sei, dass die Deutsche Bank zunächst eine deutliche Mehrheit am neuen Unternehmen behält. Laut Zeitung bringt das Institut wohl zunächst 25 Prozent an die Börse, 75 Prozent plus eine Stimme würden somit im Mutterkonzern verbleiben.

Im März hatte die Deutsche Bank den Börsengang der Vermögensverwaltung verkündet. Laut Ankündigung soll ein Minderheitsanteil an die Börse gebracht werden. Das Asset Management, das seinen Sitz in Deutschland haben soll, soll auch hierzulande gelistet werden.

Im Rahmen dieser strategischen Neuausrichtung sei das Ziel laut Moreau, „unter die zehn größten Vermögensverwalter zu kommen, mit mehr als einer Billion Euro verwaltetem Vermögen“. Das hatte der Chef der Sparte bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt. Aktuell verwaltet das Institut den Angaben des Berichts zufolge rund 700 Milliarden Euro.