Nachhaltige Entwicklung Institutionelle Anleger gründen Shareholders for Change

Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas: „Das Netzwerk will sich aktiv als Treiber für eine nachhaltige Entwicklung einbringen“.  | © BKC

Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas: „Das Netzwerk will sich aktiv als Treiber für eine nachhaltige Entwicklung einbringen“. Foto: BKC

Sieben institutionelle Anleger aus verschiedenen Ländern Europas haben in Mailand das Engagement-Netzwerk Shareholders for Change (SFC) gestartet. Mit der deutschen Bank für Kirche und Caritas und der österreichischen Fair-Finance Vorsorgekasse stammen zwei der Gründungsmitglieder aus dem deutschsprachigen Raum.

Aktiver Treiber nachhaltiger Entwicklung

 „Mit dem SFC haben wir nicht nur ein Netzwerk von internationalen Investoren gegründet, die Verantwortung in ihrer Geldanlage übernehmen, sondern sich aktiv als Treiber für eine nachhaltige Entwicklung einbringen wollen“, sagt Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas.

Nach den Worten von Markus Zeilinger, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Fair-Finance, hat die Initiative zum Ziel, dem Austausch mit Emittenten in Abstimmung mit gleichgesinnten nachhaltigen Investoren auf europäischer Ebene mehr Gewicht zu verleihen. So wolle man sich etwa durch die Teilnahme an Hauptversammlungen und dem Dialog mit Unternehmen engagieren. In der Hauptversammlungs-Saison 2018 will das SFC seine Aktivitäten vor allem auf Blue-Chip-Unternehmen aus Europa und den USA konzentrieren.

BKC seit 14 Jahren nachhaltig

Die Bank für Kirche und Caritas (BKC) wendet bereits seit 2003 eine ethisch-nachhaltige Anlagestrategie für alle Eigenanlagen und hauseigenen Investmentprodukte an. Damit gehört die katholische Kirchenbank aus Paderborn nach eigenem Bekunden zu den Pionieren ethisch-nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland. Die ethisch-nachhaltige Anlagestrategie der BKC beinhaltet den Einsatz von drei Bausteinen: Ausschlusskriterien, Positiv-Negativ-Kriterien (zum Beispiel Best-in-Class) sowie Engagement.