Festverzinsliche Strategien Clevere Alternative abseits der Benchmark

David Saunders ist Mitbegründer der Investmentgesellschaft K2 Advisors | © Franklin Templeton

David Saunders ist Mitbegründer der Investmentgesellschaft K2 Advisors Foto: Franklin Templeton

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Anleihen sind von jeher ein wichtiger Baustein in jedem gut diversifizierten Portfolio. Schließlich gelten sie als Anlage, die Kapitalerhalt, laufende Erträge und Stabilität für einen konservativen Portfolioaufbau bietet.

Doch die goldenden Zeiten sind vorbei. Klassische Rentenportfolios könnten in den kommenden Jahren vor erhebliche Probleme gestellt werden, verursacht beispielsweise durch das Zinsrisiko oder das Durationsrisiko, das aktuell beinahe einen historischen Höchststand erreicht hat.

Die Herausforderungen für Rentenanleger werden also größer, insbesondere für traditionelle Benchmark-orientierte Long-Only-Strategien. Diese haben vor allem im aktuellen Niedrigzinsumfeld Probleme, nennenswerte Erträge zu erwirtschaften.

In diesem zunehmend schwierigen Umfeld ist deshalb ein flexibler Anlageansatz gefragt. Und entscheidend für diese Flexibilität ist unserer Ansicht nach die Berücksichtigung von Allokationen in alternative oder abgesicherte festverzinsliche Strategien. Diese Strategien können ein effektiver Diversifikationsfaktor für klassische Anleiheportfolios und gleichzeitig eine festverzinsliche Alternative zur Verringerung von Zins- und Kreditrisiken sein.

Zugang zu Profi-Strategien

Das übergeordnete Ziel abgesicherter festverzinslicher Strategien ist es, einen Ertragsstrom zu erwirtschaften, der möglichst gering mit klassischen Anleihen- und Aktienmärkten korreliert. Zu diesen Strategien zählen etwa Long/Short Credit, Structured Credit oder festverzinsliche Schwellenländeranlagen.

Letztere sprengen den Anlagerahmen von Long-Only-Mandaten und zielen auf Chancen in einer breiten Palette von Wertpapieren und Sektoren ab. So erhalten Anleger Zugang zu Hedgefonds-Anlagekompetenz von institutioneller Qualität und gleichzeitig die Vorteile täglicher Liquidität, die eine Investmentfondsstruktur bietet.

Ein weiterer Pluspunkt ist das attraktive Risiko-/Ertragsprofil. Denn abgesicherte festverzinsliche Strategien weisen bislang niedrigere Risiken auf als Anleihen mit Investment Grade, während ihre Erträge näher bei hochverzinslichen Instrumenten liegen. Abgesehen davon zeigen abgesicherte festverzinsliche Strategien eine starke historische Performance und mindern gleichzeitig die durchschnittlichen Verluste in Phasen mit negativer Wertentwicklung von Anleihen mit Investment Grade und hochverzinslichen Anleihen.